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Bruttemperatur - Bienenintelligenz

Beitrag von bee » Mo Sep 24, 2018 7:04 pm

ich hab da schon öfter davon gehört, aber jetzt hab ich die Studie gefunden.

seeeehr interessant
vor allem in Bezug auf die kleinzelligen Bienen, denn wir haben ja bei den kleineren Zellen und dem kleineren Wabenabstand eine höhere Brutnesttemperatur:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=554

die Studie, geführt vom Bienenforscher Jürgen Tautz, kommt zu folgendem Schluss:
Bienen: Temperatur entscheidet über ihre Klugheit
Honigbienen können das Lernverhalten und die Kommunikationsfähigkeit ihrer Nachkommen selbst bestimmen. Entscheidend dabei ist die Temperatur, bei der sich die Bienenpuppen entwickeln.
Wachsen die Insekten bei höchstens 34,5 Grad Celsius heran, dann vergessen sie ihr angelerntes Wissen leichter und führen weniger wirksame Schwänzeltänze auf. Die "klügsten" Bienen entwickeln sich dagegen aus Puppen, die bei 36 Grad Celsius gehalten werden.

Das berichtet die Arbeitsgruppe des Zoologen Jürgen Tautz vom Biozentrum der Uni Würzburg in der neuen Ausgabe der "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS).


hier die komplette Studie:
http://www.pnas.org/content/100/12/7343

Bild

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Alejandro » Mo Sep 24, 2018 8:20 am

Markus W. hat geschrieben:Hallo Alejandro,
alles, was ich hier berichte, habe ich selber bei meinen Bienen gesehen/erlebt, alles andere wäre unseriös.
Es gibt Berichte, wonach Forscher den Vespa Velutina Funksender anbinden, um die Nester aufzuspüren, einfach mal googeln.
Die einheimische Vespa Crabro fängt auch vor dem Flugloch immer wieder mal in der Luft einige Bienen, was aber nicht in's Gewicht fällt, zumindest gab es da bei mir noch keine größeren Schäden.
Teilweise werden die angreifenden Hornissen von den Bienen eingeknäuelt, oder sie weichen ihnen durch schnelle, geschickte Flugmanöver aus (das hab ich bei einem SC - Volk beobachtet).
Auch habe ich einmal gesehen, wie sich eine schwer mit Pollen beladene Biene erfolgreich gegen eine Hornisse gewehrt hat: die Hornisse hatte sie schon von hinten gepackt, doch die Biene hat zurückgestochen, daraufhin hat die Hornisse sofort losgelassen und das Weite gesucht.
Einmal hab ich gesehen, wie eine einzelne Wächterin eine angreifende Hornisse in der Luft attackierte, die Biene hat sich auf die Hornisse gestürzt und festgekrallt, daraufhin sind beide im Gras gelandet, und nach einer kurzen Zeit wieder unbeschadet aufgeflogen, die Hornisse ist abgehauen, und die Wächterin ist in den Stock zurückgekehrt.
schöne Grüße
Markus


Danke!
Ich habe jetzt bei meinen 5.1 Bienen beobachten können, dass sie anders anfliegen und das gleiche beim rausfliegen.
Kommende Bienen machen chaotische Anflug Bewegungen und laden dann punktuell in der Öffnung, so dass sie sofort drin sind.
Wächter Bienen hängen Kopfüber am Flugloch und beobachten den Himmel.
Ich habe ihnen die Mitte verschlossen und die beiden Ecken aufgelassen, so dass sie wählen können wo sie rein und wo sie rausfliegen. Es ist tatsächlich so wie du sagst, dass sie lernen.
Sehr cool!
liebe Grüße

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Markus W. » So Sep 23, 2018 6:11 am

Hallo Alejandro,
alles, was ich hier berichte, habe ich selber bei meinen Bienen gesehen/erlebt, alles andere wäre unseriös.
Es gibt Berichte, wonach Forscher den Vespa Velutina Funksender anbinden, um die Nester aufzuspüren, einfach mal googeln.
Die einheimische Vespa Crabro fängt auch vor dem Flugloch immer wieder mal in der Luft einige Bienen, was aber nicht in's Gewicht fällt, zumindest gab es da bei mir noch keine größeren Schäden.
Teilweise werden die angreifenden Hornissen von den Bienen eingeknäuelt, oder sie weichen ihnen durch schnelle, geschickte Flugmanöver aus (das hab ich bei einem SC - Volk beobachtet).
Auch habe ich einmal gesehen, wie sich eine schwer mit Pollen beladene Biene erfolgreich gegen eine Hornisse gewehrt hat: die Hornisse hatte sie schon von hinten gepackt, doch die Biene hat zurückgestochen, daraufhin hat die Hornisse sofort losgelassen und das Weite gesucht.
Einmal hab ich gesehen, wie eine einzelne Wächterin eine angreifende Hornisse in der Luft attackierte, die Biene hat sich auf die Hornisse gestürzt und festgekrallt, daraufhin sind beide im Gras gelandet, und nach einer kurzen Zeit wieder unbeschadet aufgeflogen, die Hornisse ist abgehauen, und die Wächterin ist in den Stock zurückgekehrt.
schöne Grüße
Markus

das Konzept zum umstellen der Bienen auf kleine Zellen

Beitrag von bee » Sa Sep 22, 2018 6:44 pm

neues Konzept zum umstellen auf kleine Zellen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.

Bild

Es wurde nun ein neuer Plan geboren, wie wir vorgehen können, um dem Anfänger und auch dem Profi es zu ermöglichen erfolgreich mit kleinzelligen Bienen arbeiten zu können, ohne die Notwendigkeit von Behandlungen gegen Varroa etc.
Erik Österlund versicherte uns seine Mitarbeit in Bezug auf orientierender Hilfestellungen. Ich werde ihm alle unsere Projekte zukommen lassen, im Verlauf des Entstehens, damit er seine Erfahrungen mit einbringen kann.

Die größte Problematik scheint die Existenz einer sehr großen Dichte von großzelligen Stöcken im deutsch/österreichisch/schweizerischem Raum zu sein.
Christian berichtete dass die Migration von Varroamilben bei kleinzelligen Stöcken sehr gering ist, jedoch bei der Anwesenheit von großzelligen ist sie augenscheinlich sehr hoch.
Dies kann all unsere Anstrengungen ohne Behandlungen auszukommen äußerst erschweren, erstens durch die Anwesenheit von vielen großzelligen Bienen in unseren kleinzelligen Stöcken und natürlch vor allem durch die Migration von Milben.

Wie kommen wir zu dieser Migration, das heisst wie kommen die Milben der Nachbarn, die großzellige Bienen haben, in unsere Stöcke?
Da sich ja unsere kleinzelligen Bienen gegen die Milben aktiv zur Wehr setzen durch das hygienische Verhalten und sich die Varroen vor allem auf die Drohnenbrut bei den kleinzelligen Bienen konzentrieren, haben wir von Haus aus weniger Infektion in unseren Stöcken als in den großzelligen.
Das verbessert sich laufend wenn wir uns an die Richtlinien halten.
Dadurch dass sich die Bienen aber innerhalb nahliegender Stöcke austauschen, sogar bei größeren Entfernungen, werden wir laufend mit einer Wiederinfizierung von fremden großzelligen Stöcken zu rechnen haben, denn dort geht die Vermehrung der Milben viel flotter voran.

weiter lesen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1170

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Alejandro » Do Sep 20, 2018 8:31 am

Markus W. hat geschrieben:die bienen sind sehr flexibel, stellen sich auf die verschiedenen angreifer ein, und entwickeln abwehrstrategien.
Sie lernen relativ schnell, wenn man sie machen läßt, und ihnen das bienengemäße milieu schafft.
wenn man sie nicht durch bestimmte maßnahmen bevormundet/stört, entwickeln die bienen unter diesen weitgehend natürlichen Umständen erstaunliche fertigkeiten.


Hallo Markus,
hast du dieses Verhalten selber beobachtet oder gelesen..., wenn gelesen wo?
Wir haben hier ein massives Problem mit der Vespa Velutina und der heimischen Hornisse.
Beide greifen die Bienen permanent an, was dazu führt, dass die Bienen nicht mehr ausfliegen und eng aneinander am Eingang hocken und den Himmel beobachten!
Die Vespa Velutina bleibt konstant am Eingang schwebend wie eine Drohne und fängt die kommenden Bienen im Flug ab.
Die heimische Hornisse wirft sich direkt aufs Flugbrett und schnappt sich eine Biene.
Bis jetzt konnte keiner eine aggressives Abwehrverhalten beobachten.
Das Ganze führt dazu, dass sie weniger Nektar ein fliegen können und in Zeiten von Hitze sie kaum Wasser holen können.
Ich hatte Anfangs Fallen, merke aber auch dass die Hornissen lernen und auch nicht mehr in die Fallen gehen.
Ich hoffe dass die Bienen lernen eine Strategie aufzubauen.
Vielleicht kannst du mir ja Beispiele der Abwehrmechanismen zeigen und man kann davon ableiten.
Danke und Grüße!

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von bee » Mi Sep 19, 2018 7:25 pm

Markus W. hat geschrieben:Sie lernen relativ schnell, wenn man sie machen läßt, und ihnen das bienengemäße milieu schafft.


das ist der ganze Trick
:aplauso:

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Markus W. » Mo Sep 17, 2018 9:40 pm

die bienen sind sehr flexibel, stellen sich auf die verschiedenen angreifer ein, und entwickeln abwehrstrategien.
Sie lernen relativ schnell, wenn man sie machen läßt, und ihnen das bienengemäße milieu schafft.
wenn man sie nicht durch bestimmte maßnahmen bevormundet/stört, entwickeln die bienen unter diesen weitgehend natürlichen Umständen erstaunliche fertigkeiten.

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Happy » Mo Sep 17, 2018 7:25 pm

Ich kann zurzeit besonders bei Stöcken die sich gut gegen die Hornissen wehren, hören wie die Bienen vor dem Flugloch wache stehen und auch Tüten.
Wenn eine Hornisse auf dem Flugbrett landet wird die sofort eingeknäult. Wenn die schon angeflogen kommt, fangen die Bienen an mit den Flügel zu schlagen und ihren spitzen Hintern in die Luft zu strecken.
Das betrifft gerade zwei Stöcke die das ganz gut im griff haben. Auch wenn ich vorne dran rumlaufe komme ich nicht ohne stich davon, da fliegen gleich ca. 20 los. Öffne ich aber den Stock ganz normal von hinten oben, ist alles ok :wink: .

Ich wollte da mal ein Video drehen. Nur wenn ich mit der Kamera da bin ist da natürlich nichts los.

das Tüten der Königinnen

Beitrag von bee » So Sep 16, 2018 7:14 pm

heute hat jemand einen link gepostet wo man in einem Video schön sieht wie eine Königin tütet. Sie bleibt stehen und tütet.
Da kann man sehen, dass das Geräusch nicht durch die Flügel erzeugt wird, sondern durch die Tracheenöffnungen.

https://www.youtube.com/watch?v=oHerof_8O98

Das hat schon Eddy Woods in den 60er Jahren heraus gefunden. Er war Toningenieur bei der BBC und hat den Apidictor entworfen.
Bild

das wurde von Rex Boys, ein Freund von Eddy, schön beschrieben in einem kleinen Büchlein das er vor Jahren verlegte. Ich hatte noch Kontakt zu ihm als er im Altersheim war.
https://beedata.com.mirror.hiveeyes.org ... enbees.htm

Rex Boys:
Bild

Apistan Varroabehandlungsmittel begünstigt Viruskrankheiten

Beitrag von bee » So Sep 16, 2018 6:45 pm

Die Imker verwenden es um gegen de Varroen vorzugehen, es könnte auch mit Schuld am Zusammenbruch der Völker in den USA haben.
Schwedischer Artikel über Apistan und ein Grund um die Bienenvölker behandlungsfrei zu führen

Ein allgemein von den Imkern angewandtes Varroabekämpfungsmittel macht die Bienen zeitweise empfänglicher für einen schwächenden Virus – Vorschlag neuer Forschungen.

mehr lesen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1230

ausserdem besteht Apistan aus Fluvalinat, das fett löslich ist und sich durch die Wiederaufarbeitung des Wachses immer mehr anreichert.

Bild

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