Diskussionsforum für alle

hier kann man ohne im Forum angemeldet zu sein Fragen stellen und Anregungen geben

seeehr interessant

Beitragvon bee » Do Mär 22, 2018 9:57 pm

guten Abend,

heute war ich an einem Stand, wo ich ein Verhalten zum ausbauen der kleinzelligen Mittelwände beobachten konnte, das mir schon seit längerem in verschiedenen Stöcken aufgefallen ist.

Seit letztem Jahr verwende ich Mittelwände in 3 verschiedenen Zellgrößen:
4,90 - 4,85 und 4,80
Je nach Bedarf gebe ich den Stöcken größere oder kleinere Zellen. Wenn starke Tracht ist, oder wenn ich aus den Stockkartenaufzeichnungen sehe, dass ein Stock früher Probleme zeigte beim ausbauen der kleinen Zellen, dann gebe ich 4,9er Mittelwände. Wenn jedoch Mittelwäne perfekt ausgebaut werden dann gehe ich einen Schritt herunter.
Das hat sich als sehr praktisch erwiesen da flexibler zu sein.

Nur heute konnte ich erleben, dass die BIenen selber auswählen was sie wollen.
:wink: :ha: :biene:

Ich öffnete einen guten Stock, der seit Jahren sehr gut eingespielt ist und die Varroa auch im Griff hat.
Die 4,85 wurde früher nur bei starker Tracht mit etwas Problemen ausgebaut. Das konnte ich aus den Stockkartenaufzeichnungen ersehen. Deshalb hab ich vor gut 2 Wochen eine Zarge mit 2 verschiedenen Zellmaßen aufgesetzt. Ich wechselte immer eine Mittelwand mit 4,9 mit einer mit 4,85 ab. Für die 2 Randwaben verwende ich immer schon ausgebaute Waben die fehlerhaft gebaut sind, denn da wird ja eh nur Honig eingelagert. Somit waren in dieser Zarge 5 Mittelwände mit 4,85mm Zellgröße und 4 mit 4,9mm, abwechselnd verteilt auf die Zarge.

Zu meinem grossen Erstaunen waren alle 5 Mittelwände im 4,85er Mass absolut perfekt augebaut und die 4,9er haben die Bienen nicht angerührt!!!! Das heisst sie haben das kleiner Mass bevorzugt.
Meine Frau hatte eine einfache Erklärung parat. Sie sagte: "Wenn die Füße eine bestimmte Größe haben, dann sucht man sich ja auch Schuhe aus, die einem passen und nicht zu grosse."

Nun könnte man einwenden, dass die Mittelwände in 4,9 anderes Wachs oder irgend einen Unterschied aufweisen zu den 4,85ern.

Direkt daneben stehen an diesem Stand 2 weitere Stöcke, in gleicher Größe wie der oben beschriebene und denen hab ich vor gut 2 Wochen auch eine Zarge aufgesetzt, mit derselben Mittelwandanordnung wie oben beschrieben.
Und in beiden Stöcken wurden die 4,9 und die 4,85 gleichmässig ausgebaut. Sie haben nicht die 4,85er bevorzugt.

Seeehr interessant was die Bienen so alles machen.
:biene: :wink:
liebe Grüße
bee

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Bienen auf Tenerife

Beitragvon Andy S. » So Mär 25, 2018 7:59 pm

Hallo
ich lebe auf Tenerife und betreue seit ein paar Jahren einige wenige Völker als Hobby.
Nun habe ich seit kurzem den Perfekten Platz oberhalb von der Cueva del Viento ohne Nachbarn, ohne andere Stände weit und breit und reichlich Tracht.
Dort würde ich wirklich gerne mitwirken beim züchten resistenter Bienen.
Könnte ich mal zu Dir rüber kommen um ein paar Ableger mitzunehmen?

AuÃßerdem möchte ich Dir für Deine tolle Arbeit mit den Bienen danken. Es ist wirklich mehr als an der Zeit, daÃß sich alle Imker mal Fragen ob WIR nicht vieleicht Schuld sind daߟ es den Bienen nicht so gut geht und anfangen umzudenken. Ist doch schon seltsam, daÃß die Bienen vor Eingreifen der Menschen 200mio Jahre lang alles mögliche überlebt haben.
Hoffe ich kann Deine Arbeit auch den Imkern hier auf Tenerife ein bißchen näher bringen. Bis jetzt haben alle den ich von Deiner Arbeit berichtet hab nur mit Verständnislosigkeit reagiert. Hier sind alle voll überzeugt von diesen Zeitbomben-Chemie-Streifen zum in die Beute hängen...
Andy S.
 

Re: Bienen auf Tenerife

Beitragvon bee » So Mär 25, 2018 8:17 pm

hallo Andy,
Andy S. hat geschrieben:
Außerdem möchte ich Dir für Deine tolle Arbeit mit den Bienen danken. Es ist wirklich mehr als an der Zeit, daÃß sich alle Imker mal Fragen ob WIR nicht vieleicht Schuld sind daߟ es den Bienen nicht so gut geht und anfangen umzudenken. Ist doch schon seltsam, daÃß die Bienen vor Eingreifen der Menschen 200mio Jahre lang alles mögliche überlebt haben.


Es ist absolut eindeutig dass vor allem die Imker Schuld sind am katastrophalen Zustand der Bienen bei uns


Hoffe ich kann Deine Arbeit auch den Imkern hier auf Tenerife ein bißchen näher bringen. Bis jetzt haben alle den ich von Deiner Arbeit berichtet hab nur mit Verständnislosigkeit reagiert. Hier sind alle voll überzeugt von diesen Zeitbomben-Chemie-Streifen zum in die Beute hängen...


Da gibts schon eine Gruppe und ein paar andere Imker die in Tenerife mit kleinen Zellen arbeiten. Luca ist mit ein paar Imkern im Süden und sie wollen auch wieder die dunkle Biene dort einführen, auf kleinen Zellen. JEDOCH ist das Problem dass es dort fast gar nicht geregent hat. Die Bienen bauen nicht mal Mittelwände aus.

Könnte ich mal zu Dir rüber kommen um ein paar Ableger mitzunehmen?


Da sehe ich 2 Probleme.
Erstens ist es so, dass es hier, wo ich meine Bienen habe, weitaus am meisten geregnet hat diesen Winter auf den ganzen kanarischen Inseln. Wir sind schon auf über 700Liter und hier ist ein einziges Blütenmeer gerade. Dasselbe Problem hatte ich vor kurzem mit einer Imkerin in La Gomera. Dort hat es bis vor Kurzem auch überhaupt nicht geregnet.
Also ist die Frage warum man Bienen von hier dorthin bringen sollte, wenn sie dort viel schlechtere Bedingungen vorfinden werden.

Dann ist ein grosses Problem, dass du keine Erfahrung im Umgang mit behandlungsfreien Bienenstöcken hast. Die Bienen wissen wie es geht, nur du musst es erst lernen mit ihnen richtig umzugehen. Du weisst ja bestimmt, dass man bei den Bienen JEDEN Fehler, den man im handling begeht, teuer bezahlen muss!

Und aus Erfahrung wissen wir, dass ein Stock, der gut mit den Varroen zurecht kommt, nach einer Verfrachtung an einen anderen Ort ziemlich sicher wieder in eine Krise schlittern wird. Und dafür bist du nicht gewappnet, denn es fehlen dir die Erfahrungen.

Ich rate dir dringend selber den Umstellungsprozess mit deinen Bienenstöcken auf kleine Zellen durchzuführen. Dabei lernst du mit ihnen umzugehen ohne Behandlungen und hier im Arbeitskreis können wir dich anleiten.
:shakehand: :wink:
liebe Grüße
bee

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Beitrag von Dee Lusby über den Zellenbau von Schwärmen

Beitragvon bee » Mo Mär 26, 2018 7:11 pm

guten Abend,

De Lusby hat wieder mal etwas interessantes über den Bau der kleinen Zellen in ihrem Forum geschrieben:

Dee Lusby hat geschrieben:Whether fresh caught swarms or bought new packages here's thoughts to keep in mind to get the job done.

The first year is a startup year for then creating seed frames for what will be pot-progressive work, the many years following for growing up an outfit.

When giving fresh caught swarms, separate hives into two major different Apiaries, keeping small sized swarm bees for production of seed frames, by immediately placing on to 4.9mm foundation.

When hiving an established feral use swarm ketching frames to mount broodcomb filling each frame as much as possible. If hiving the cutout during a good nectar flow , discard 95+% pollen and honey comb bringing home for own use, and then you get the bees to draw out speeded up comb drawing out by creating no place for the bees to put stores, so you trigger wax production big time in honeybees. Make sure queen excluded on so no swarming takes until queen laying goid and 3 to 4 new food storage frames are made by the bees either doing foundationlees or using foundation. Take and melt down any large cell combs for recycling beeswax for drawing out new combs.

Upon completion of first super and stores of brood, bees, pollen and honey then add a seconds to fillout,..then repeat until size equivalent of three filled deeps for broodnest area.

Now if feral swarm being cut out is bigg stuff or even if shaking down a LC hive to mimic a swarm, combs in each must be separated in colonies for that using to that trashing, to end up using smallest combs possible,...then following year to repeat to go smaller,......or to speed up time and work, simply buy honey super cell for downsizing fast or drawn out seed comb use from those swarms and cutouts already smaller and doing r.9mm foundation okay.

Dee A Lusby
liebe Grüße
bee

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Re: na endlich - das lange ersehnte Buch von Dee Lusby

Beitragvon bee » Do Mär 29, 2018 9:00 pm

jetzt hab ich das Buch in der Hand.

:wink: :aplauso: :ha: :foto:

auf 640 Seiten beschreibt Dee Lusby, die Mutter der behandlungsfreien Bioimkerei, alles bis in feinste Details wie man zu wieder zu Bienen gelangt, die sich aus eigener Kraft gegen alle Krankheiten und Parasiten zur Wehr setzen.

das sollte JEDER Imker lesen!!!


bee hat geschrieben:jetzt ist es raus das Buch und erscheint bei Amazon weltweit:
:wink:

https://www.amazon.de/Biological-Beekee ... 614761043/

Bild

Bild



bee hat geschrieben:Biologische Imkerei - der Weg zurück copyright 1991 - 2016 by Ed and Dee Lusby.

Zu eurer Information habe ich versucht das Buch seit Jahrzehnten zu veröffentlichen und nun wird es für den Unterricht von sauberer ökologischer Imkerei, für Workshops, Lehrvereine, Schulen, Universitäten, Colleges und Imker im Allgemeinen verwendet werden können.

In diesem Buch geht es darum, was ich seit Jahrzehnten in meinen verschiedenen Diskussionsgruppen-Listen besprochen habe und immer wieder wurde mir gesagt, dass ich es beweisen solle. Hier ist nun die Antwort darauf mit Literaturhinweisen. Jetzt ist es nun Zeit es zu kaufen und zu lesen, um zu einer tiefer Einsicht zu gelangen, wie man die Bienen wieder in Einklang mit der Natur bringen kann und um diese Abläufe zu verstehen......


Dee Lusby - Mutter der biologischen Imkerei


Dee Lusby hat geschrieben:
Biological Beekeeping - The Way Back,...copyright 1991 - 2016 by Ed and Dee Lusby.

All rights reserved. No part of this book may be reproduced or transmitted in any form or by any means without written permission of the author.
ISBN: 978-161476-104-4
* Star Publishing Company
Nehawka, NE 68413 USA
659 pages
113 illustrations
12 pt typeface


________________________________
This is to let you know that the book been trying to formally publish for decades is now done for teaching clean organic beekeeping, that can be used for workshops, clubs teaching, schools, universities, colleges, and beekeepers in general.


And this book is what I have been going over for decades now on my various discussion group lists, while being told to prove it. Well here it is now done with references. So now is time to buy and read for a deep formal learning experience for keeping bees in alignment with Nature again, and what she has gone thru...


Michael Bush got it done for me and should be ready shortly for buying/ordering. With luck it will be available at the upcoming 2 - 4 March 2018 .........11th annual Organic Beekeepers Conference in Oracle, Arizona with him bringing first available copies for getting. Other then that it will be avail within 6 to 8 weeks for buying on Amazon, Barnes & Nobel, and others, if not sooner.


So more and more the conference is coming together...So come on out to Arizona for a great weekend.


Dee A. Lusby
List owner
Commercial beekeeper
liebe Grüße
bee

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Siegfried » Fr Mär 30, 2018 7:34 pm

Ich habe es auch schon. Mein Englisch ist aber schlecht und Dee hat ein sehr schwieriges englisch.
Naja, es wird sehr lange dauern :sorpresa:
Jeder kann sehen. Aber nicht jeder sieht etwas.
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Wir wollen in diesem Frühjahr mit der Imkerei beginnen

Beitragvon Oliver E. » Fr Mär 30, 2018 7:40 pm

Guten Morgen, ich habe mir heute das Konzept durchgelesen.
Es basiert "noch" auf Mittelwänden.
Wir wollen in diesem Frühjahr mit der Imkerei beginnen, und das so naturnah wie möglich.
Und natürlich auch am liebsten ohne "Chemie".
Als Beutesystem haben wir uns die Warré Beute ausgesucht. Und die Bienen bekommen keine Mittelwände, sondern nur Wachsstreifen. Sie sollen dann alles selber bauen.
Nun meine Frage, Euer Prinzip, ist das kompatibel mit einer Warré Beute ohne Mittelwände?
Auch wir denken z.B das die Bienen nur soviele Drohnenzellen bauen wie es für das Wohlbefinden im Stock notwendig ist.

Bienen die auf Mittelwänden das Zellmaß 4,9 mm erlernt haben, werden die auch irgendwann (wann?) in der Lage sein auch im Naturbau dies ZellmaÃß 4,9mm zu bauen?

Danke für Eure Rückmeldung und Empfehlung.

Grüߟe und frohe Ostern.
Oliver
Oliver E.
 

Re: Buch von Dee

Beitragvon bee » Fr Mär 30, 2018 7:46 pm

hallo Siegfried,
Siegfried hat geschrieben:Ich habe es auch schon. Mein Englisch ist aber schlecht und Dee hat ein sehr schwieriges englisch.


ja aber das liegt auch daran dass da in manchen Abschnitten ein sehr hohes Imkerniveau angesprochen wird.
Ich bin mir abslout sicher, dass selbst versierteste Bienenprofessoren und Imkermeister viele Dinge überhaupt noch nie gehört haben, die in diesem Buch beschrieben werden.

Doch der Grossteil ist ziemlich gut verständlich denk ich wenn man etwas englisch kann.

Bei Unverständlichkeiten einfach hier posten und wir versuchen das dann zu klären.
:wink: :biene:
liebe Grüße
bee

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Re: Wir wollen in diesem Frühjahr mit der Imkerei beginnen

Beitragvon bee » Fr Mär 30, 2018 8:05 pm

hallo Oliver,
Oliver E. hat geschrieben:Guten Morgen, ich habe mir heute das Konzept durchgelesen.
Es basiert "noch" auf Mittelwänden.


klar, denn das geht auch gar nicht anders. Mehr als 100 Jahe auf viel zu grossen Zellen lassen sich nicht durch Naturbau und auf keinen Fall in wenigen Jahren wett machen.
http://resistantbees.com/natur.html
Wir wollen in diesem Frühjahr mit der Imkerei beginnen, und das so naturnah wie möglich.
Und natürlich auch am liebsten ohne "Chemie".


Ja das wollen viele, doch wie denkt ihr das zu schaffen, wenn nicht mal die allerschlausten Imkermeister und Bienenprofessoren das bis jetzt erreicht haben.
http://resistantbees.com/anfaenger.html

Als Beutesystem haben wir uns die Warré Beute ausgesucht. Und die Bienen bekommen keine Mittelwände, sondern nur Wachsstreifen. Sie sollen dann alles selber bauen.


Ja der einfachste Weg scheint immer der beste zu sein und wenn er mit wenig Arbeit verbunden ist, dann wird dieser weg sofort eingeschlagen.
Ich sehe die Warré Beuten absolut ungeeignet für die Bienen an, eher ein Spielzeug für Kinder.
Der Platz ist viel zu klein um grosse Völker erlangen zu können. Und Überlebensvölker sind nun mal überaus starke Völker.
Auch Dee Lusby spricht auch immer von "honky tonka hives", Spielzeugbienenstöcke. Man muss sich nur vorstellen dass die Völker von Ed&Dee Lusby das ganze Jahr auf 4 bis 5 Zargen Langstroth sitzen und sich das Brutnest über 3 Zargen erstreckt.
Das sind richtige Völker, die sich gegen Parasiten und Krankheiten aus eigener Kraft wehren können.
Die gängige Art zu imkern in Mitteleuropa ist komplett anders aufgebaut. Sie richtet sich vor allem auf Honigertrag und da werden aus einzargigen Langstroth Völkern 20 kg Honig geerntet. Kein Platz mehr für Brut und der absolute Überstress für die Bienen. Die Stöcke sind danach verloren, aber sie gaben VIEL Ertrag.
:zerquetscht:
Mit solchen Völkern und Imkervorgehen ist es absolut unmöglich resistente Bienen zu erhalten. Da muss immer die Chemiekeule her und genau dieses Vorgehen ist schuld am katastrophalen Zustand unserer Bienen heutzutage.

Nun meine Frage, Euer Prinzip, ist das kompatibel mit einer Warré Beute ohne Mittelwände?


nein absolut nicht

Auch wir denken z.B das die Bienen nur soviele Drohnenzellen bauen wie es für das Wohlbefinden im Stock notwendig ist.


nein, das tun sie nicht, denn dieses absolut notwendige Verhalten haben sie verlernt durch viele Jahrzehnte falschen Imkervorgehens.

Bienen die auf Mittelwänden das Zellmaߟ 4,9 mm erlernt haben, werden die auch irgendwann (wann?) in der Lage sein auch im Naturbau dies Zellmaß 4,9mm zu bauen?


Ja klar und noch viel kleiner, so wie es eben früher war.
liebe Grüße
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Markus W. » Sa Mär 31, 2018 9:51 am

Hallo Siegfried,
glaube auch, dass das vielleicht ein bisschen der Arizona - Slang von Dee ist, mit dem wir uns ein bisschen schwer tun, das ist wie bayrisch oder plattdeutsch, da ist auch einiges grammatikalisch anders.
Zusammengefasst interpretiere ich das, frei übersetzt so:
Man kann schon über (Wild)schwärme, oder Kunstschwärme, entweder ohne oder mit 4,9er Mittelwänden versuchen, die Waben auf SC - Maß zu verkeinern, (solange ein Absperrgitter vors Flugloch, damit sie nicht abhauen können, bis sie die 4,9er gut bauen und bebrüten können).
Und immer wieder die zu großen aussondern, bis sie die 4,9er gut bauen können.
Um Zeit und Arbeit zu sparen, kann man aber mittels HSC - Waben viel schneller das kleinere 4,9er Zellmaß erreichen.

Bin schon mal gespannt, wie sie die neuen 4,9er Kunstwaben von bee ausbauen! Hoffe, dass ich das heuer bei einem Volk hinkriege. Habe einfach keine Lust mehr, noch länger mit den zu großzelligen Waben rumzueiern!!! -
viel Spaß beim Ostereier suchen!
Markus
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