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Überlebensbienenvolk gefunden, 7 Jahre ohne Behandlung

Beitragvon bee » Di Jul 24, 2018 7:06 pm

Überlebensbienenvolk gefunden, 7 Jahre ohne Behandlung und die Wichtigkeit der Drohnen

https://resistantbees.com/blog/?page_id=2579

Vor sieben Jahren bat mich ein Bio-Bauer auf unserer Insel um kleinzellige Mittelwände für einen Schwarm den er gefangen hatte. Er hatte nie vorher Bienen und weiß nichts über Bienen. So gab er diesen Schwarm in eine Zarge mit 4,9mm Mittelwänden und einige Zeit später gab er ein Absperrgitter oben drauf und eine zweite Zarge. Er behandelte diesen Bienenstock nie und hat auch nie den Brutraum geöffnet. Jedes Jahr entnahm er etwas Honig aus der oberen Zarge und das ist alles, was er in diesen sieben Jahren tat. Und dieser Stock lebt sichtlich gut. Nun fand er einen Schwarm an einem Baum hängen vor diesem Volk und er rief mich an, was er nun tun sollte. Ich erklärte ihm, dass dies etwas ganz besonderes sei, weil viele Bienenstöcke in der Gegend sterben, obwohl sie mit allen Arten von Chemikalien gegen Varroamilben behandelt werden und diesem Bienenvolk, auf kleinen Zellen, geht es sichtlich gut. So willigte er ein, daß ich den Schwarm mitnehme um ihn zu vermehren. Im Gegenzug gab ich ihm ein gutes Volk meiner kleinzelligen Bienen.

Als ich in den Schwarm abholte sah ich das ursprüngliche Überlebensvolk. Ich öffnete es nicht, weil er auch nie den Brutraum geöffnet hatte und ich wollte da natürlich nicht stören. Aber vor dem Bienenstock sah ich alles was ich sehen wollte. Auf dem Boden vor dem Stock war eine große Menge an ausgeräumter Drohnenbrut in allen Phasen. Einige mit deformierten Flügeln. Das beweist, daß dieser Stock die befallenen Drohnenbrutzellen ausräumt, gerade so wie wir es bei unseren kleinzelligen Überlebensvölker gesehen haben:
http://resistantbees.com/blog/?page_id=2445

Bild
ausgeräumte Drohnenbrut vor dem Überlebensvolk.

Das zeigt erneut die Wichigkeit der richtigen und stetigen Anzahl von Drohnen in den kleinzelligen Völkern. Sie sind die wahren Helden und schützen die Bienenbrut vor Infektionen.
liebe Grüße
bee

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keine Ausfälle bei Bioimkern in den USA

Beitragvon bee » Mi Jul 25, 2018 7:16 pm

es wird von massiven Bienenverlusten bei konventionellen Imkern in den USA berichtet.
Bioimker beklagen jedoch keine Ausfälle.

https://www.organicconsumers.org/news/o ... ony-losses

Organic Beekeepers Report No Losses While Conventional Operations Report Massive Colony Losses

Sharon Labchuk is a longtime environmental activist and part-time organic beekeeper from Prince Edward Island. She has twice run for a seat in Ottawa's House of Commons, making strong showings around 5% for Canada's fledgling Green Party. She is also leader of the provincial wing of her party. In a widely circulated email, she wrote:

"I'm on an organic beekeeping list of about 1,000 people, mostly Americans, and no one in the organic beekeeping world, including commercial beekeepers, is reporting colony collapse on this list. The problem with the big commercial guys is that they put pesticides in their hives to fumigate for varroa mites, and they feed antibiotics to the bees. They also haul the hives by truck all over the place to make more money with pollination services, which stresses the colonies.".


Michael Bush wird zitiert der seine Bienen auf kleinen Zellen hält und nicht behandelt:

Michael Bush hat geschrieben:Her email recommends a visit to the Bush Bees Web site <http://bushfarms.com/bees.htm> , where Michael Bush felt compelled to put a message to the beekeeping world right on the top page:

"Most of us beekeepers are fighting with the Varroa mites. I'm happy to say my biggest problems are things like trying to get nucs through the winter and coming up with hives that won't hurt my back from lifting or better ways to feed the bees.

This change from fighting the mites is mostly because I've gone to natural sized cells. In case you weren't aware, and I wasn't for a long time, the foundation in common usage results in much larger bees than what you would find in a natural hive. I've measured sections of natural worker brood comb that are 4.6mm in diameter. What most people use for worker brood is foundation that is 5.4mm in diameter. If you translate that into three dimensions instead of one, it produces a bee that is about half as large again as is natural. By letting the bees build natural sized cells, I have virtually eliminated my Varroa and Tracheal mite problems. One cause of this is shorter capping times by one day, and shorter post-capping times by one day. This means less Varroa get into the cells, and less Varroa reproduce in the cells.

Who should be surprised that the major media reports forget to tell us that the dying bees are actually hyper-bred varieties that we coax into a larger than normal body size? It sounds just like the beef industry. And, have we here a solution to the vanishing bee problem? Is it one that the CCD Working Group, or indeed, the scientific world at large, will support? Will media coverage affect government action in dealing with this issue?"


These are important questions to ask. It is not an uncommonly held opinion that, although this new pattern of bee colony collapse seems to have struck from out of the blue (which suggests a triggering agent), it is likely that some biological limit in the bees has been crossed. There is no shortage of evidence that we have been fast approaching this limit for some time.

We've been pushing them too hard, Dr. Peter Kevan, an associate professor of environmental biology at the University of Guelph in Ontario, told the CBC. And we're starving them out by feeding them artificially and moving them great distances. Given the stress commercial bees are under, Kevan suggests CCD might be caused by parasitic mites, or long cold winters, or long wet springs, or pesticides, or genetically modified crops. Maybe it's all of the above...
liebe Grüße
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Zuckersirup verkürzt die Lebensdauer der Bienen

Beitragvon bee » Mi Jul 25, 2018 7:19 pm

Es ist eine gängige Angewohnheit der meisten Imker den Bienenstöcken allen Honig zu entnehmen und sie dann mit Zuckersirup aufzufüttern, damit sie über den Winter kommen.

Nun ist aber die Frage inwieweit dieses Kunstfutter den Bienen schadet.

Wir haben ja schon gezeigt daß die kleinzelligen Bienen eine längere Lebenserwartung als die künstlich vergrößerten aufweisen: http://resistantbees.com/blog/?page_id=618

Und erst durch diese längere Lebensdauer wird das hygienische Verhalten stimuliert.

Nun kommt aber bei einer wissenschaftlichen Studie heraus was wir schon immer proklamieren:

Künstliches Futter verkürzt die Lebensdauer der Bienen

Bienen wurden mit Honig und mit verschiedenen Ersatzsirup gefüttert:
-> weiter lesen in der wissenschaftlichen Studie:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1302

Bild
liebe Grüße
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Markus W. » Do Jul 26, 2018 5:02 am

hallo bee,
nicht nur die Lebensdauer verkürzt der Zuckersirup, sondern auch in der Umstellungsphase auf Behandlungsfreiheit gibt es nix besseres als Honig, gerade wenn sie sich gegen die Varroa zu wehren beginnen, da kann eine Fütterung mit Zuckersirup fatale Folgen haben.
viele Grüße Markus
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Kleine Biene » Do Jul 26, 2018 6:44 am

Ich hab meine großzelligen Völker auch nun abgeschleudert, dabei aber mehr Honig im Volk belassen als bisher. Der Abgeschleuderte Honig kommt nun zu meinen kleinzelligen Völkern damit diese gut über den Winter kommen.
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Propolis

Beitragvon bee » Do Jul 26, 2018 6:13 pm

hallo Markus,
Markus W. hat geschrieben:nicht nur die Lebensdauer verkürzt der Zuckersirup, sondern auch in der Umstellungsphase auf Behandlungsfreiheit gibt es nix besseres als Honig, gerade wenn sie sich gegen die Varroa zu wehren beginnen, da kann eine Fütterung mit Zuckersirup fatale Folgen haben.


Ed und Dee Lusby gaben da auch Propolis mit dazu beim Honig füttern.
:wink:

Dee Lusby hat geschrieben:We do not buy artificial drugs to treat our colonies anymore. Instead we rely upon 2000 plus years of Bible history and use “Propolis” the old “Balm of Gilead” to heal and medicate our hives. We have found it quite successful in treating bacterial, fungal, and viral diseases. Furthermore, it is the only universal antibiotic manufactured within our own beehives that is used by man and we see no reason why the bees, therefore, should not be medicated with it themselves when necessary, on a case-by-case basis only.


und sie gaben auch Propolis ins Wachs beim giessen der Mittelwände:
Dee Lusby hat geschrieben:DIPPING WAX INTO USABLE SHEETS: If beekeepers are making foundation for their own personal use, it is not necessary to have yellow wax to make foundation with. In fact, we have found that the darker grades of wax foundation are more readily accepted by the bees than lighter wax grades and mill easier into foundation. We believe that the difference is the propolis content which gives the wax foundation better strength and ductility. (Note: Proper warming and cooling of wax sheets also helps to give foundation better ductility)


alles in ihrem neuen Buch nachzulesen:
https://resistantbees.com/shop/index.ph ... &id_lang=1

Bild
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sensationelles Video – Bienen beißen Varroamilben

Beitragvon bee » Do Jul 26, 2018 7:10 pm

sensationelles Video – aktive Varroaabwehr – Bienen beißen Varroamilben


Video hier zu sehen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3123

Ein Kollege aus unserem Arbeitskreis hat es geschafft, ein sehr wichtiges Verhalten seiner kleinzelligen Bienen zu filmen. Sie erkennen die Gefahr, die die Varroen darstellen, nehmen sie auf, beißen sie und tragen sie dann weg.

Das Verhalten der aktiven Varroaabwehr tritt vor allem bei kleinzelligen Bienen auf. Hier wird erklärt warum:
http://www.resistantbees.com/hyg.html#putz

bienen_beissen_varroa.png
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Praxistips um Varroa resistente Bienen zu erlangen

Beitragvon bee » Fr Jul 27, 2018 7:41 pm

Rezept zum Erfolg und Praxistips

Um Erfolg zu haben, benötigen wir ein gutes Konzept. Unser Glück ist, dass wir uns auf die Erfahrung von vielen Imkern stützen können, die uns damit den Weg schon erheblich geebnet haben.



Erfreulicherweise ist es uns gelungen, durch die Mitwirkung von erfahrenen Kleinzellimkern, ein neues Konzept zu erstellen, wie man mit dem System von Dee Lusby, auch an Ständen mit naheliegenden fremden Stöcken, mit kleinzelligen Bienen erfolgreich beginnen kann. Die Problematik liegt in der Migration und Wiederinfizierung durch Varroamilben.

—> neues Konzept
http://www.resistantbees.com/konzept.html


Erik kam in den 90er Jahren auf eine geniale Idee. Damals gab es weltweit schon einige Imker, die es geschafft hatten, resistente Bienen zu züchten. Er schrieb nun diesen Kollegen seine Erfahrung, mit der Bitte ihm auch ihre Erfahrungen zu schildern. Die zugrunde liegende Idee war folgende: Wenn die alle es geschafft hatten, oder teilweise geschafft hatten, Bienen zu züchten, die sich von selbst gegen die Krankheiten wehrten, so muß in allen diesen Formen der Haltung etwas Wahres sein. Und damals war des Internet noch nicht so verbreitet wie heute und diese Imker hatten kaum Kontakt zueinander – folglich hatte das ein Jeder auf seine Art erreicht. Erik sagte sich also – wenn wir aus all den verschiedenen Erfahrungen eine Zusammenfassung machen, müßten wir sehr nützliche Richtlinien zusammenstellen können, wie ein Jeder kranheitsresistente Bienen erhalten kann. Und diese Zusammenfassung gibt es seit dem Jahr 2004.

So können wir zum einen auf die 25 jährige Erfahrung von Dee Lusby mit krankheitsresistenten, kleinzelligen Bienen ohne irgendwelche Behandlung zurückgreifen und zusätzlich auf Eriks Studie. Damit ist der Erfolg sehr wahrscheinlich.

Ich versuche nun mal aus diesen Quellen ein Konzept zu erstellen, das die wichtigsten Punkte beinhaltet, mit denen wir uns eine ganz gute Ausgangssituation erarbeiten können.

-> weiter lesen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=2678
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Zellgröße bei der Kapbiene in Südafrika

Beitragvon bee » Sa Jul 28, 2018 7:55 pm

Einer unserer Kollegen war vor Kurzem in Südafrika und hat dort gängige Mittelwände vermessen, die in einem Landhandel verkauft werden.

https://resistantbees.com/blog/?page_id=3070

Hier noch Bilder von der MW aus dem südlichen Südafrika, nähe Hermanus. Aus einem Landhandel der eben auch Rähmchen, Beuten, Klamotten und Honig vertreibt, aber nicht speziell für Imker ist.

Gemessen habe ich (Aussenwand Zelle 1 zu Innenwand Zelle 10):
4,65mm / 4,65mm / 4,85mm


(das sind die Maße in den 3 verschiedenen Richtungen der hexagonalen Zellen)

Das ist weit kleiner als die 4,9mm und man bedenke dass die übliche Zellgröße in Europa um die 5,4mm ist!
Und die Kapbiene hat inzwischen keine Probleme mehr mit den Varroen!


Bild
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ein paar 5,1mm Mittelwände

Beitragvon bee » Mo Jul 30, 2018 6:29 pm

guten Abend,
unser grandioser Kollege Benjamin berichtet aus Asturien in Nordspanien dass dort die Tendenz zu 5,1mm Zellgröße wächst. Die Imker meinen dass sie dann mehr Bienen hätten mit 5,1, doch an das 4,9 wagen sich noch nicht so viele, abweer Benjamin hofft dass sie sich dennoch an die 4,9 wagen werden.

Benjamin behandelt seine Bienen seit einigen Jahren nicht mehr und hat sehr grosse Erfolge aufzuweisen.

Nun möchte er ein paar alte Gussformen umrüsten auf 5,1, um diesen Kollegen unter die Arme zu greifen.
Nun ist die Frage:
Hat jemand vier 5,1mm Mittelwände aus Schweden und könnte sie Benjamin zur Verfügung stellen?
Das wäre Klasse.
:wink:
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