Diskussionsforum für alle

hier kann man ohne im Forum angemeldet zu sein Fragen stellen und Anregungen geben

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Franz Emmerig » Mo Nov 05, 2018 8:52 pm

Cordula hat geschrieben:Bei meinen Bienen lag heute die Kö tot vor der Kiste, Pollen wurden vor wenigen Tagen noch gebracht.
Auf den Klopftest hört man kein Aufbrausen.

Hallo Cordula,
schau doch erst mal nach, ob das die Königin aus dem Stock ist oder ob die bisherige oder eine neue noch vorhanden ist! Vielleicht war es ja eine fremde oder eine alte, durch Umweiselung abgelöste ... ?
Zeigen sie denn sonstige Anzeichen von Weisellosigkeit?

P.S. In welcher Weltgegend befindest Du Dich überhaupt?
Franz Emmerig
 
Beiträge: 115
Registriert: Mi Apr 10, 2013 3:29 pm
Wohnort: Moosach
Gegend wo die Bienen stehen: Lkr. Ebersberg
Zahl kleinzelliger Bienenvölker:
Zahl grosszelliger Völker:
Jahre Imkererfahrung:

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Cordula » Mo Nov 05, 2018 11:36 pm

Hallo Franz Emmerig!

Sie wirken ruhig & brachten auch heute Pollen.
Allerdings wenn die Kö erst wenige Tage tot ist, haben sie natürlich noch offene Brut, oder?
Interessant wäre es in 10 Tagen....aber dann ist wohl schon zu kalt.
Ich wollte jetzt nicht die ganze KIste zerlegen. Nicht, dass ich dabei noch meine Kö beschädige, falls doch eine neue da ist.

Aber beim Klopftest ist NICHTS an Reaktion zu hören.
Kein Piep.
Gibt es sowas im Normalfall?

Danke
MfG

PS: Bin aus dem Süden der BRD
Cordula
 

Klopftest

Beitragvon Franz Emmerig » Mi Nov 07, 2018 11:16 pm

Hallo Cordula,
da sind wir ja nicht weit auseinander, den ich bin auch im Süden der BRD ...
:shakehand:
Lass die Bienen einfach. Wenn sie ruhig sind, dann solltet Du auch ruhig sein.
Wenn dann nächstes Jahr keine Königin da ist, dann melde Dich bei mir.
Grüße, Franz
Franz Emmerig
 
Beiträge: 115
Registriert: Mi Apr 10, 2013 3:29 pm
Wohnort: Moosach
Gegend wo die Bienen stehen: Lkr. Ebersberg
Zahl kleinzelliger Bienenvölker:
Zahl grosszelliger Völker:
Jahre Imkererfahrung:

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Ralf Moritz » Do Nov 08, 2018 5:19 pm

Die dunklen Bienen von Marlow - 07.11.2018

... Sie ist aufgrund der kleineren Zellgröße im Naturbau und der kürzeren Winterbrutpause resistenter gegen die Varroamilbe, ...
....sagt Matthies, der nun seit 52 Jahren Bienen züchtet und sich seit acht Jahren auf die dunkle Biene spezialisiert hat.

http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ribnitz-Damgarten/Mit-Bienen-aus-Marlow-zu-mehr-Artenvielfalt
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen
(Jesus Christus, Neues Testament )
Ralf Moritz
 
Beiträge: 102
Registriert: So Okt 07, 2018 7:56 pm
Wohnort: Malung / Schweden
Gegend wo die Bienen stehen: Dalarna /Schweden
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: 0
Zahl grosszelliger Völker: 5
Jahre Imkererfahrung: 1

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Alejandro » Do Nov 08, 2018 6:09 pm

Ralf Moritz hat geschrieben:Die dunklen Bienen von Marlow - 07.11.2018

... Sie ist aufgrund der kleineren Zellgröße im Naturbau und der kürzeren Winterbrutpause resistenter gegen die Varroamilbe, ...
....sagt Matthies, der nun seit 52 Jahren Bienen züchtet und sich seit acht Jahren auf die dunkle Biene spezialisiert hat.

http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ribnitz-Damgarten/Mit-Bienen-aus-Marlow-zu-mehr-Artenvielfalt


Benutzen nicht alle die hier im Forum sind Apis mellifera mellifera?
In der Regel würde sie sich auch nicht mit Carnica oder Ligustica kreuzen...
Varroa Resistenz hast du wenn deine Bienen die Varroas beißen.
Das was im Artikel steht spricht eigentlich gegen die Nordbiene...aber gut...heute ist ja in den Medien alles möglich.
Kann ein Missverständnis sein...

...Und mit Zucker füttern ist absolut nicht das was Dee Lusby sagt, aber es funktioniert gut zum stimulieren.
Alejandro
 
Beiträge: 164
Registriert: So Mai 17, 2015 8:11 pm
Gegend wo die Bienen stehen: Galicia
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: 0
Zahl grosszelliger Völker: 4
Jahre Imkererfahrung: 1

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Do Nov 08, 2018 7:22 pm

hallo alejandro,
Alejandro hat geschrieben:
Benutzen nicht alle die hier im Forum sind Apis mellifera mellifera?


Ich würde mal so ganz frei heraus sagen dass ich der einzige hier im Arbeitskreis bin, der mit einer reinrassigen dunklen Biene arbeitet.

In der Regel würde sie sich auch nicht mit Carnica oder Ligustica kreuzen...


das ist ja gerade das Problem dass sie sich natürlich doch vermischen und deshalb ist es auch so schwer zum Beispiel in Deutschland dunkle Bienen zu halten, wenn fast überall Carnicas stehen.
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Ralf Moritz » Do Nov 08, 2018 7:26 pm

Passend zum obigen Atikel fimde ich auch den folgenden interessant:

https://www.sz-online.de/sachsen/gute-ernte-von-der-dunklen-biene-3728757.html
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen
(Jesus Christus, Neues Testament )
Ralf Moritz
 
Beiträge: 102
Registriert: So Okt 07, 2018 7:56 pm
Wohnort: Malung / Schweden
Gegend wo die Bienen stehen: Dalarna /Schweden
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: 0
Zahl grosszelliger Völker: 5
Jahre Imkererfahrung: 1

Wollmispel in voller Blüte

Beitragvon bee » Do Nov 08, 2018 7:35 pm

hier ist die Wollmispel in voller Blüte und die Bienen sind wie wild drauf.
Das ist wohl die letzte Blüte des Jahres.

Bild
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Alejandro » Do Nov 08, 2018 8:49 pm

Alejandro
 
Beiträge: 164
Registriert: So Mai 17, 2015 8:11 pm
Gegend wo die Bienen stehen: Galicia
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: 0
Zahl grosszelliger Völker: 4
Jahre Imkererfahrung: 1

gesunde Mikrofauna durch sauberes Wachs

Beitragvon bee » Sa Nov 10, 2018 8:09 pm

hallo Markus,
Markus W. hat geschrieben:
das vermute ich schon seit einiger Zeit, dass die Mikroorganismen einen positiven Einfluß auf die Bienen haben, und sie durch dieses natur/bienengemäßere Milieu vielleicht eher in die Lage versetzt werden, sich konsequenter gegen die Varroa zur Wehr zu setzen, auch hat das insgesamt trockenere Klima in diesen Beuten höchstwahrscheinlich eine antivirale Wirkung.


Ja aber wir dürfen das Pferd nicht von hinten aufzäumen!
Zunächst ist das wichtigste dass die Mikrofauna wieder stimmt in den Bienenstöcken und da ist der Hauptfaktor sauberes Wachs.

Seit der massiven Anwendung von Säuren und Chemikalien in den Bienenstöcken durch die Imker ist die Mikrofauna verschwunden.
https://resistantbees.com/mikro.html
Das sieht man auch daran dass kaum jemand mehr die ganz normale Bienenlaus kennt, die etwas der Varroa ähnelt.
In meinen Stöcken gibt es die zuhauf und früher, vor der Anwendung von Chemie in den Bienenstöcken, war das ein ganz gewöhnlicher Geselle in allen Bienenstöcken.

Dafür können wir konventionelles Wachs nicht verwenden und MÜSSEN einen eigenen, sauberen Wachskreislauf erstellen.


Die Mikrofauna besteht aus verschiedensten Insekten (mehr als 40!). (Dee spricht sogar von 86!! verschiedenen Milbenarten die es früher in allen Bienenstöcken gab)

Dabei handelt sich sozusagen um einen eigenen (Mikro-) Organismus. Eine bestimmte Insektenart ist beispielsweise darauf spezialisiert, gewisse Schimmelpilze (lat: fungi mycelium – das“mycel“ ist der vegetative Teil des Pilzes) zu vernichten.
Wer kann schon genau wissen, welche Bedeutung und speziellen Aufgaben die vielen anderen Insekten in der Beute haben?
Wer weiß bereits, welche Rolle diese Mikrofauna in Bezug auf die Befindlichkeit bzw. auf das Überleben der Bienenvölker spielt?

Deshalb ist es als wünschenswert zu betrachten, wenn diese Mikrofauna in einem möglichst normalen Zustand vorhanden ist.

Eine Anhäufung von Rückständen aus Milbenbekämpfungsmitteln im Wachs hat jedenfalls einen negativen Einfluss auf das vegetative Nervensystem der Bienen, da viele Milbenbestandteile Nervengift enthalten. Wir wissen leider noch viel zu wenig über die Auswirkungen solcher Rückstände im Wachs und den möglichen Wechselwirkungen (synergetischen Effekten) mit den Chemikalien, denen wir unsere Bienen mit einer (fast schon überheblichen!) Selbstverständlichkeit aussetzen, als wären diese allesamt völlig harmlos und nebenwirkungsfrei.

Ein gutes Beispiel ist das verschwinden der völlig harmlosen Bienenlaus aus den Bienenstöcken. Bei unseren Völkern, die noch nie mit Chemie in Berührung kamen, ist die Bienenlaus immer vorhanden. Wer weiß was sie für eine Rolle spielt im Stock.

Bild
(Foto Bienen mit Läusen)

In Deutschland machte man offensichtlich keine so guten Erfahrungen, wie in anderen Ländern, durch kleinere Zellen die Überlebensfähigkeit der Bienen zu erhöhen. Diese Tatsache – sollte es bei diesen negativen Erfahrungen bleiben - dürfte im Laufe der kommenden Jahre interessant werden bzw. einige Fragen aufwerfen. Denn die deutschen Imker arbeiten zur Zeit noch weiter mit den kleinen Zellen und müssten eigentlich schon offensichtliche (positive! ) Erfahrungen aufweisen können.

Doch möglicherweise haben die Erfahrungen in Deutschland auch mit ganz speziellen Bedingungen oder abweichenden Arbeitsweisen der deutschen Imker zu tun, warum sie sich von jenen in Arizona, Wyoming, Zypern und Norwegen unterscheiden.

Betrachten wir die bisherigen Berichte und positiven Erfahrungen einfach einmal als Tatsachen (wovon wir aber ohnedies überzeugt sind!). Doch wir haben trotzdem einige (relevante?!) Unterschiede gefunden, die zur Klärung der Sachlage beitragen könnten:

Seit etwa 25 Jahren wird in Deutschland ein überaus wirksamer und intensiver Gebrauch von verschiedendsten Chemikalien gemacht. Dies hatte zur Folge, dass es auch im Wachs zu einer Anhäufung von Milbenbekämpfungsmittel-Rückständen gekommen ist, was wiederum Auswirkungen auf die Mikrofauna in der Bienenbeute hatte. Die Mikrofauna besteht aus verschiedensten Insekten (mehr als 40!). Dabei handelt sich sozusagen um einen eigenen (Mikro-) Organismus. Eine bestimmte Insektenart ist beispielsweise darauf spezialisiert, gewisse Schimmelpilze (lat: fungi mycelium – das“mycel“ ist der vegetative Teil des Pilzes) zu vernichten.


Varroa links, Bienenlaus rechts:
Bild

links Laus rechts Varroa:
Bild

Bienenlaus auf Biene:
Bild

Königin mit vielen Läusen, was gar nicht selten vorkommt und die Königin wie es scheint nicht mal beeinträchtigt - ich kann mich erinnern eine solche Königin gesehen zu haben und machte dann einen Ableger mit dieser Königin - und siehe da nach ein paar Tagen hatte diese Königin keine Läuse mehr auf dem Rücken! Alte Imkerkollegen bekämpften diese Läuse auf den Königinnen früher mit Tabakrauch, wie es scheint unnötig.
Bild

Pseudoskorpion
Bild
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

VorherigeNächste

Zurück zu DISKUSSIONSFORUM für alle

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste