was sagt der natürliche Varroafall aus?

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was sagt der natürliche Varroafall aus?

Beitragvon bee » Fr Nov 16, 2018 8:21 pm

hallo,

W. hat geschrieben:hallo bee,
bee hat geschrieben:Das was ganz sicher ist, ist die Tatsache, dass der natürliche Varroafall absolut nichts aussagt über den Zustand eines kleinzelligen Volkes!!!!

Wieso dann ein namhafter Resistenzzüchter mir geraten hat, ab einem täglichen varroafall von drei Milben etwas zu unternehmen, ? - da scheint die Unsicherheit groß zu sein?
Alle waren da teilweise weit drüber...


Ja aber dieser Züchter hat anscheinend nicht viel Ahnung. Da gibt es mehrere Gründe dafür.

Wenn wir nicht behandeln, dann müssen sich die Bienen, vor allem geschieht das bei den kleinzelligen Bienen, aus eigener Kraft gegen die Varroamilben zur Wehr setzen.
Das geschieht durch das Ausräumen infizierter Brutzellen, wir nennen es das hygienische Verhalten:
http://resistantbees.com/hyg.html
Bild
Und das geschieht vor allem im Frühjahr und im Herbst. Und da fallen dann natürlich viele Varroen herunter, was auch als natürlicher Varroafall bezeichnet werden kann, aber verursacht durch das hygienische Verhalten der Bienen. Normalerweise nimmt der natürliche Varroafall nur Bezug auf die normalerweise sterbenden Milben.
Wenn du also bei deinen kleinzelligen Völkern solchen extremen Varroiafall siehst, dann kann das ein sehr gutes Zeichen sein!!

Wenn du aber in den Stöcken KEIN hygienisches Verhalten siehst und es fallen viele Varroen, dann heisst das ganz etwas anderes, nämlich dass sehr viele Varroen im Stock sind.

ABER nun gibt es da wieder 2 Möglichkeiten.
Entweder du siehst viele gefallene Milben und du siehst auch Viruserkrankungen, wie zB deformierte Bienen, dann ist das wohl ein Grund zur Sorge.

Wenn du aber sehr viele Varroen siehst und KEINE Viruserkrankungen, dann ist der Stock auf einem sehr guten Weg zur Resistenz.
Genau so war es in Südafrika, Südamerika und auf der brasilianischen Insel Fernando de Norhona. Erik berichtet dies:
Erik Österlund hat geschrieben: ......In such a case the varroa mite will not be the vector, the cause for viruses to grow even though they bite holes in the ”skin” of the bees. You know that’s what happened with the African bees in South America, South Africa and on the island Fernando de Norhona outside the coast of Brazil (africanised bees from the start but with Italian queens inseminated Italian). In the beginning they had enormous amounts of mites, but the viruses didn’t grow. Year by year the mites decreased and is now 1-2% without any colonies dying. And the Fernando de Norhona bees have been investigated and they have viruses, yes, but only in such an amount as our bees had before the mites came, that is before miticides were used.
But, it can be hard for beekeepers not to help kill mites when they see quite some mites in their colonies.


Also erklär mir doch bitte was diese Aussage soll:
Wieso dann ein namhafter Resistenzzüchter mir geraten hat, ab einem täglichen varroafall von drei Milben etwas zu unternehmen, ?
Der hat doch absolut keine Ahnung oder noch nie ein resistentes Volk gesehen.
liebe Grüße
bee

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