Diskussionsforum für alle

hier kann man ohne im Forum angemeldet zu sein Fragen stellen und Anregungen geben

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Sa Apr 28, 2018 7:44 pm

hallo Torsten,
Torsten hat geschrieben:Mach weiter so, ohne dich wäre ich niemals dort wo ich jetzt bin!


:sorry:

und ohne Ed&Dee wären wir alle nirgendwo mit unseren Bienen.
:wink: :aplauso:
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Markus W. » So Apr 29, 2018 2:53 pm

Hallo,
als ich vor über 30 Jahren zu imkern begonnen habe, waren die Imker hier der Meinung, dass die Bienen auf ihrem eigenen Honig schlecht überwintern würden,
da hat sich bis heute nicht viel geändert, der letzte Tropfen Honig wird teilweise herausgepresst, und dann mit billigstem, minderwertigem Zuckersirup aufgefüttert.
Das muß man sich mal vorstellen, da haben die Bienen seit Jahrmillionen ganz hervorragend auf ihrem eigenen Honig überwintert, und auch ich gebe den Bienen seit 2 Jahren ausschließlich Honig, und sie haben bis jetzt ganz hervorragend überwintert, einem Volk habe ich im Herbst sogar extra noch einige Gläser Waldhonig gegeben, und das ist jetzt das stärkste Volk.
Es geht den Bienen mit ihrem eigenen Honig ganz hervorragend gut, und sie sind viel, viel widerstandsfähiger.
Wenn man ausschließlich Honig gibt, muß man keine Angst haben, dass die Zuckerplörre in den Honig gelangt.
viele Grüße Markus
Markus W.
 
Beiträge: 312
Registriert: Mo Sep 26, 2016 2:26 pm
Wohnort: Niederbayern
Gegend wo die Bienen stehen: Niederbayern
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: 0
Zahl grosszelliger Völker: 3
Jahre Imkererfahrung: 8

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Torsten » So Apr 29, 2018 9:01 pm

Hallo Markus,
Aus meiner Erfahrung hat das nicht mit Honig oder Billig Zucker zu tun, Treibstoff ist nur Treibstoff, aber bei Weizensirup bin ich mir da nicht so sicher.
Du musst nur das System verstehen !
Schleudert man ein Volk auf Dadant zb.ganz scharf ab kann man einfach nicht erwarten das die Wintervorrat anlegen, noch 4 Waben kpl.ausbauen die Brut ausreichend versorgen und dann noch verfügbares Personal haben um Milben zu suchen.

Das geht schlichtweg nicht, noch dazu zieht man Jungbienen in den Fütterer die sonst noch nie Nektar sammeln würden.

Mal angenommen ich würde scharf abschleudern müsste ich erstmal auf vorhandenen Wabenbau mindestens die Hälfte der Brutfächen zu füttern, und erst wenn die nächsten Jungbienen geschlüpft sind könnte man langsam erweitern umd weiter füttern und immer mit einem Auge auf die Drohnen, denn werden die abgestochen besteht Futtersaft Mangel.

Die Menge des Futtersaftes bestimmt die Entwicklungsgeschwindigkeit der Brut, herrscht Futtersaft Mangel sind wir schnell bei 21 - 22 Tagen EntwicklungsZeit der Arbeiterinnen = Reinvasion von innen .

Allerdings sind die Völker dann schon schwächer aus dem Winter wie wenn man den Völkern die Strapazen erspart, auch ist es mit einem riesen Aufwand verbunden.
Torsten
 

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » So Apr 29, 2018 9:10 pm

hallo Torsten,
Torsten hat geschrieben:Aus meiner Erfahrung hat das nicht mit Honig oder Billig Zucker zu tun, Treibstoff ist nur Treibstoff, .....


aber die Bienen sind doch keine Motoren die Treibstoff brauchen!!!
Honig ist hochwerigstes Nahrungsmittel für die Brut und Zuckersirup ist schlechtestes Ersatzfutter das unter anderem auch die Lebensdauer der Bienen verkürzt
:raus:

bei dem was du sonst schreibst bin ich deiner Meinung
:wink:
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

Varroa in der Drohnenbrut

Beitragvon bee » Di Mai 01, 2018 9:38 pm

weil das so wichtig ist kopier ich das mal aus dem intenen Bereich hier rein:
hallo kleine Biene,

Kleine Biene hat geschrieben:Bei der letzten Durchsicht habe ich gemekt, dass die Drohnenbrut recht löscherig ist. Die Ecken wurden aber alle gleißmäßig bestiftet. In den leeren Zellen habe ich auch reste der Drohnenlarven gesehen...
(Nach Milbenkot habe ich nicht geschaut - ist mir gerade erst eingefallen)
--> Die Drohnen sollten auch noch nicht geschlüpft sein...

Die Bienenbrut sieht gut aus mit einige geöffneten Zellen....

Wie kann ich das deuten?



das ist das was wir wollen!!
Milben in der Drohnenbrut konzentriert und da werden sie ausgeräumt.
http://diedrohnen.de/
Wir nennen das in unserer Liste BHD:
viewtopic.php?f=34&t=56

- Jeder Besuch des Stockes wird eingetragen und die wichtigen Daten aufgeschrieben nach der Wichtigkeit geordnet

- beim eintragen die Abkürzungen sich einprägen und verwenden

- die folgende Liste ist nach der Wichtigkeit geordnet (wichtigstes ist das D)

D - wieviel Drohnenbau, wann begonnen und wo
BHD - hygienisches Verhalten in Drohnenbrut
BH - hygienisches Verhalten - wieviele offene Zellen mit weissen Bienenlarven pro Brutwabe?
4,9 - wie bauen sie die kleinen Zellen, von 1 bis 4 - 1 sehr gut, 2 gut, 3 leichte Probleme, 4 Probleme
Def - wieviele Bienen mit deformierten Flügeln bei der Inspektion gesehen?
VaBie - wieviele Varroen auf den Bienen gesehen bei normalem betrachten der Waben (keine genaue Untersuchung das springt ins Auge)
AGG - Gesamtverhalten der Bienen - eher aggressiv oder mild?
FS - Futtersaft in Zellen mit jungen Maden - viel Futtersaft oder Maden liegen trocken
VaD - wieviele Varroen in 15 Drohnenbrutzellen (mit Zahnstocher geöffnet) - Doppelt oder Mehrfachbesetzung?
Nicht nur in einer Brutwabe, man muss Drohnenzellen von mehreren Brutwaben öffnen!
VaBB - Varroa in Bienenbrut
BieWa - bleiben die Bienen ruhig auf den Waben sitzen und arbeiten normal weiter?
Zitt - zitternde Bienen vor dem Stock auf dem Flugbrett?
PropQ - Propolisqualität
FotoB - Foto von Brutwaben
BW - Anzahl Brutwaben
BQ - Brutqualität
BP - Brutpause
Wett - Tracht und Wetter (muss ausgearbeitet werden) Bienen fliegen, Bienen fliegen nicht wegen Wetter
Pu - wieviele Varroen fallen bei Puderzuckerbehandlung ab?
BW% - wieviel % haben die Brutwaben an Brut und an Honig?
UWN - Umweisselnäpfchen auf der Mitte einer Wabe?
UW - selbst umgeweisselt? und wann?
Vamut - angefressene Varroen (wer will kann mit starker Lupe danach suchen - gutes Kriterium)
Futt - gefüttert, wieviel, wie und wann
Standzahl - wieviele Stöcke am Stand (Voraussetzung ist dass NUR kleinzellige dort stehen)
Abst - großzellige Völker stehen in welchem Abstand und wieviele
DatAbl - Datum Ablegerbildung mit Anzahl von verdeckelten Brutwaben
Ködat - Alter Königin und Abstammung
Fu - vorhandenes Futter
Versch - verschiedenes

- Stock Nummer
- Stock System 4,9 - 5,1
- Stock erstellt am
- Foto Stock

-> zum Beispielstock 106g


da sollte man auf jeden Fall nachsehen ob da Mehrfachbesetzungen in der Drohnenbrut vorkommen!"!!!

Hier habe ich diese Mehrfachbesetzungen bei einem Überlebensvolk dokumentiert:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=2445
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

WUNDERBARE NEUIGKEITEN - WIR HABEN GEWONNEN!!

Beitragvon bee » Do Mai 03, 2018 7:56 pm

tödliche Bienengifte verboten
WUNDERBARE NEUIGKEITEN - WIR HABEN GEWONNEN!! Europa hat gerade für ein Verbot für Bienen tödliche Pestizide gestimmt, nachdem wir die größte öffentliche Petition aller Zeiten für Bienen erstellt und tausende von uns ihre Ministerien mit Nachrichten überflutet haben. Dies ist ein großartiger Erfolg und ebnet den Weg für eine neue Ära mit nachhaltiger Landwirtschaft. Aber wir müssen den Druck aufrechterhalten - jetzt nehmen wir uns die USA, Kanada und den Rest der Welt vor. Unterschreiben und teilen sie die Petition weiterhin!

http://archiv.resistantbees.com/wunderb ... n-gewonnen

https://secure.avaaz.org/campaign/de/sa ... ?slideshow
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 64174.html

Bild

AVAAZ.org schreibt:

Hallo ihr großartigen Avaazer,

Wir haben es geschafft: Ein Totalverbot von Pestiziden, die Bienen töten, in allen 28 EU-Ländern!

Es hat ganze sieben Jahren gedauert und ich bin unendlich stolz auf unsere Gemeinschaft! Wir wurden in den letzten Tagen in hunderten Artikeln zitiert und die Medien haben uns als "Katalysator" des Ergebnisses bezeichnet.

Und dieses Ergebnis kann sich sehen lassen: Es ist nicht nur ein Wendepunkt zur Rettung der Bienen weltweit - es verbietet die am meisten genutzten Insektenvernichtungsmittel und setzt die Industrie unter Druck, ein völlig neues Modell nicht giftiger Landwirtschaft zu entwickeln!

Wir mussten es mit den größten Chemieunternehmen der Welt aufnehmen und dabei alle Register ziehen - von einer fünf Millionen Unterschriften starken Petition zu einem Crowdfunding-Projekt für Wissenschaftler und dem Ausfindigmachen von Ministern auf Rollfeldern von Flughäfen.

Hier ist die ganze Geschichte - schaut sie euch an und dann lasst uns diesen Erfolg in der ganzen Welt wiederholen...
Wir haben die größte Bienen-Petition aller Zeiten gestartet
-- mit über 5 Millionen Unterschriften, die wir mit unserem fünf Meter großen Maskottchen Bernice überbracht haben. Bernice ist zu entscheidenden Momenten schon um die ganze Welt gereist und hat dabei jedes Mal für großes Medienaufsehen gesorgt.

Wir haben Schlüssel-Ministerien mit Nachrichten überflutet
...sieben Jahre lang! Und in den letzten Wochen haben wir so viel Gas gegeben, dass die Ministerinnen aus Deutschland und Schweden uns öffentlich auf ihren Social Media Kanälen geantwortet haben. Und in Zypern hat der Minister Avaaz-Mitglied Nicolas direkt geantwortet.

Bild

Wir haben die offizielle Konsultation der EU komplett übernommen
Die Konsultation ging mit wenigen Antworten relativ unbemerkt vonstatten, dann haben sich Avaaz-Mitglieder eingeschaltet und die Zahl ist von 9.000 auf 66.000 Einsendungen gestiegen - in nur vier Tagen! An einem der Tage haben wir sogar den Server in die Knie gezwungen und ein Mitarbeiter der Kommission hat uns geschrieben "Haben Sie vielen Dank für Ihre Mühen und Ihr Engagement zu diesem Thema!"

Wir haben wissenschaftliche Arbeiten finanziert und sie Entscheidungsträgern vorgelegt
Um den vielen von Chemie-Firmen finanzierten Studien die Stirn zu bieten, haben fast 150.000 Avaazer auf der ganzen Welt mehr als 2,5 Millionen Euro (!!!) für Kampagnen- und Forschungsarbeit zu Bienen gespendet! Zusammen haben wir einflussreiche, unabhängige Studien von führenden Experten unterstützt und sichergestellt, dass sie von den wichtigsten Akteuren vor der Abstimmung gesehen wurden. Und schlussendlich hat die offizielle EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, das Verbot auch unterstützt.

Dave Goulson, Biologie-Professor an der Sussex University: "Die Abstimmung am Freitag war ein toller Sieg für die Wissenschaft und die Umwelt; Avaaz-Mitglieder sollten stolz auf die Rolle sein, die sie in dem ganzen Prozess gespielt haben."

Wir haben Stimmen von Bauern, die sich für das Verbot ausgesprochen haben, an Politiker herangetragen

Eines der Hauptargumente, um die Abstimmung hinauszuzögern, war, dass Bauern keine Alternativen zu diesen Chemikalien haben und gegen ein Verbot sind. Also hat das Avaaz-Team Bio- und konventionelle Bauern zusammengebracht und einen offenen Brief in verschiedenen EU-Ländern veröffentlicht, der dieser Vorstellung widerspricht -- von La Libre in Belgien bis Dagens Nyheter in Schweden. Sogar Italiens größter Bauernverband hat sich angeschlossen!

Die schottische Landwirtin Alison Waugh dazu: "Meine ganze Laufbahn hängt vom Überleben dieser Industrie und schlussendlich vom Überleben der Bienen und Insekten ab. Was ihr gemacht habt ist großartig!"

Wir haben eng mit der Europäischen Kommission zusammengearbeitet
Um das Verbot durchzusetzen, mussten wir sicherstellen, dass die Beamten ambitioniert bleiben. Als Gerüchte aufkamen, dass die Zuckerindustrie versucht das Verbot aufzuweichen, haben wir den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, an sein Versprechen erinnert, der "Mann für die Bienen" zu sein, die Kampagne direkt an sein Kabinett übergeben und die Brüsseler Nachrichtenseite Politico mit Werbebannern überzogen. Und als das Abstimmungsergebnis bekannt wurde, hat der EU-Kommissar für Gesundheit die Avaaz-Aktion in Feierlaune getwittert!

Avaazer haben sich ein Land nach dem anderen vorgenommen, um das Verbot durchzusetzen

Frankreich
Die Kampagne hat 2011 angefangen, als eine Million Avaazer Frankreich dazu aufgerufen haben, mit einem nationalen Verbot voranzugehen. Und wir haben immer wieder an Frankreichs Regierungen appelliert, den Weg zu weisen, bis wir mit dem französischen Bienen-Champ und Umweltminister Nicolas Hulot einen Partner gefunden haben. Er war auf diesen letzten Metern ganz vorne dabei, um das Neonics-Verbot durchzusetzen.

Nach der Abstimmung am Freitag sagte Minister Hulot: "Das sind gute Neuigkeiten für die Bienen, aber auch gute Neuigkeiten für die Menschheit. Das ist ein Paradigmenwechsel und ich möchte den gewaltigen Aufwand der Zivilgesellschaft hervorheben, der das möglich gemacht hat!"

Deutschland
Deutschland zu überzeugen war unsere nächste Aufgabe! Über die Jahren haben Avaazer unermüdlich unseren Aufruf für ein Verbot an drei aufeinanderfolgende Landwirtschaftsminister übergeben! Irgendwann musste das Ministerium eine extra Email-Adresse einrichten, weil sie so viele Nachrichten bekommen haben. Auf der Zielgeraden haben wir eine Meinungsumfrage in Auftrag gegeben, die den Landwirtschafts- und Umweltministerinnen zeigen sollte, dass die Wählerinnen und Wähler ihrer eigenen Parteien hinter dem Verbot stehen - und das hat funktioniert, Deutschland hat sich endlich auch hinter das Verbot gestellt!
Vereinigtes Königreich
Jahrelang hat Großbritannien sich quergestellt; ein früherer Umweltminister hat die Nachrichten von Avaazern sogar als "Cyberattacke" bezeichnet. Aber letztes Jahr, nachdem Avaaz und zahlreiche Partner sich auf nationale Kampagnen in GB konzentriert haben, wurden sie endlich auch Bienen-Champions! Es hieß, dass kein anderes Thema zu so viel Schriftverkehr zwischen Abgeordneten und ihrer Wählerschaft geführt hat!

Nachdem die größten europäischen Nationen an Bord waren, haben sich auch kleinere Länder wie Irland, Luxemburg, Österreich und Slowenien angeschlossen. Aber das war immer noch nicht genug...
Um eine qualifizierte Mehrheit zu erreichen, brauchten wir Spanien oder Italien
Also haben wir in den letzten Wochen vor der Abstimmung alles in Bewegung gesetzt, um beide zu überzeugen:

Wir haben Umfragen in Auftrag gegeben, die gezeigt haben, dass 87% der Spanier und 78% der Italiener ein Verbot befürworten;
Wir haben Werbeanzeigen in den Zeitungen El Mundo und Il Sole geschaltet;
Wir haben ein regelrechtes Trommelfeuer an Nachrichten auf Facebook und Twitter an die Minister geschickt und die Ansichten von Bauern und Wissenschaftlern an sie herangetragen;
Und wir haben Tag für Tag mit Politikern und Beamten gesprochen, sogar noch am Morgen der Abstimmung. Tatsächlich war es ein Avaaz-Mitarbeiter, welcher einem Kabinettsmitglied in Madrid mitgeteilt hat, dass Spanien mit JA gestimmt hat -- wir waren so tief drin im Prozess, dass wir ihnen die Nachrichten über ihre eigene Abstimmung überbracht haben!

Der spanische Abgeordnete Juan López de Uralde (Unidos Podemos / EQUO) sagte dazu: "Das wäre alles nicht möglich gewesen ohne den Einsatz von Millionen von Menschen, die ihre Regierungen unter Druck gesetzt haben."

Aber wir haben natürlich immer noch nicht Halt gemacht, sondern haben die Niederlande, Griechenland, Polen und andere kleinere Länder bearbeitet...
Niederlande
Wenige Wochen vor der Abstimmung haben drei Avaaz-Mitglieder in den Niederlanden ihre eigene nationale Kampagne zur Rettung der Bienen gestartet, die sich schnell viral verbreitet hat und von den zehn bekanntesten Wissenschaftlern des Landes, zwei früheren Ministern und sogar einer Prinzessin unterstützt wurde! Dann haben wir eine Umfrage in Auftrag gegeben, die gezeigt hat, dass fast 80% der Wählerinnen und Wähler hinter einem Verbot stehen -- und daraufhin haben wir die Kampagne direkt an die Landwirtschaftsministerin übergeben. Die Ministerin hat das Plakat mitgenommen, um es, wie sie sagte, "im Flur aufzuhängen"! Und dann, zwei Tage vor der Abstimmung, hat die Niederlande bekannt gegeben, dass sie das Verbot unterstützen!

Bild

Griechenland
In Griechenland haben wir unsere riesige Petition an den Landwirtschaftsminister geschickt und haben ihm dazu Bio-Honig aus seinem Geburtsort geschenkt. Tausende Mitglieder haben ihm darüber hinaus E-Mails und Tweets geschickt. Am Tag vor der Abstimmung haben wir es auf die Titelseite einer viel gelesenen, regierungsfreundlichen Zeitung geschafft. Dann haben wir wirklich jeden und jede angerufen, die wir kannten, inklusive des Vize-Ministers, um den Minister am Ende ans Telefon zu bekommen. Endlich haben wir ihn erreicht, nur Stunden vor der Abstimmung, als er gerade aus dem Flugzeug ausstieg. Als er erfahren hat, dass das Verbot möglicherweise von Griechenland abhängt, war er sofort dabei und hat zugesagt, es zu unterstützen!

"Die öffentliche Sorge um die Auswirkungen für Bienenvölker in Griechenland und Europa war zu stark und hat zu lange gewährt, als dass wir sie hätten ignorieren können."
-- Vangelis Apostolou, griechischer Minister für Landwirtschaft und Ernährung

"Eine Petition der globalen Bewegung Avaaz, von fast fünf Millionen Menschen unterzeichnet, um das Verbot von Bienen-tötenden Pestiziden zu bewirken, hat das Ergebnis der Abstimmung entscheidend angekurbelt."
-- Efsyn, griechische Zeitung

Wenige Minuten vor der Abstimmung wussten wir, dass 13 Länder an Bord sind, aber wir waren immer noch unsicher, ob wir gewinnen würden. Als wir hörten, dass fast alle Länder, in denen wir Kampagnen gefahren hatten, für das Verbot gestimmt haben, kamen zahlreiche Avaazer in Brüssel zum Feiern zusammen. Dabei war die fünf Meter große Biene Bernice, die schon um die ganze Welt gereist ist, um in entscheidenden Momenten die Millionen Menschen hinter den Anstrengungen zu repräsentieren.



Dieser Erfolg ist das Resultat jahrelanger Bemühungen. Partner wie PAN, Greenpeace, Friends of the Earth und SumOfUs haben Seite an Seite mit unserer Gemeinschaft dafür gekämpft und wir haben Hand in Hand mit Wissenschaftlern, Imkern, Politikern und Beamten gearbeitet.

Heute feiern wir zusammen. Dieses Verbot fühlt sich an wie ein wirklich substanzieller Schritt weg von Intensivlandwirtschaft, die von Pestiziden abhängig ist und hin zu einem neuen Modell von Agrarökologie, bei dem Nahrungsproduktion in Harmonie mit der Natur stattfindet.

Wir können uns jetzt jedoch nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern müssen diesen Erfolg auch in die USA und Kanada tragen, wo dieses Jahr ähnliche Verbote zur Debatte stehen. Und auch in Europa müssen wir weiterhin auf der Hut sein -- Bayer und Syngenta sind mit einer gefährlichen rechtlichen Anfechtung vor den Europäischen Gerichtshof gezogen! Wir müssen weltweit dranbleiben, wenn wir unser Land vor Unfruchtbarkeit und unsere biologische Vielfalt vor dem Kollaps bewahren wollen.

Doch unsere Bewegung ist wie geschaffen für diese Art von Herausforderung... und diese großartige Kampagne zeigt es wieder -- wenn sich genug von uns zusammenschließen, wenn wir klug handeln, dann KÖNNEN wir unsere Regierungen dazu bringen, das Gemeinwohl zu schützen. Darum ein riesengroßes Dankeschön! Und der nächste Aufruf für das nächste Gefecht kommt bestimmt!

Mit viel Liebe und Freude

Alice, Antonia, Emma, Ricken, Lisa, Iain, Nell, Pascal, Nick, Camille, Francesco, Daniel, Rene, Luis, Oscar, Spyro, Julie, Marie, Olivia, Joseph, Nick, Mia und das ganze Avaaz-Team

Die Bienen-Saga und die Rolle, die Avaaz dabei gespielt hat, wurden in hunderten Artikeln erwähnt. Hier findet ihr eine kleine Auswahl:

Verbot von Neonikotinoiden-Insektengiften (ZDF)
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-in ... n-100.html

Ein guter Tag für die Biene (FAZ)
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 64174.html

Bienen-Schutz: EU verbietet Insektengifte (Tagblatt)
http://www.tagblatt.ch/nachrichten/inte ... 52,5278607

AVAAZ.org
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Markus W. » Fr Mai 04, 2018 3:43 pm

Hallo bee,
das wäre wirklich sehr schön, wenn endlich nicht mehr gespritzt werden würde.
Die Realität sieht bei uns bis jetzt noch anders aus:
Erst neulich habe ich wieder ein gespritztes Feld gesehen, und der Bauer hat sogar bis 1,50 m ins benachbarte Biotop gespritzt, ganz deutlich an den verbrannten Brennesseln und Wildpflanzen zu erkennen.
scjhöne Grüße Markus
Markus W.
 
Beiträge: 312
Registriert: Mo Sep 26, 2016 2:26 pm
Wohnort: Niederbayern
Gegend wo die Bienen stehen: Niederbayern
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: 0
Zahl grosszelliger Völker: 3
Jahre Imkererfahrung: 8

ausgeräumte Drohnenbrut - die Bienen wehren sich aktiv

Beitragvon bee » Fr Mai 04, 2018 7:58 pm

guten Abend,

heute war ich an einem Bienenstand mit ca 40 Völkern, davon etwa ein drittel starke MiniPlusvölker.
Vor einigen Völkern fand ich wieder einmal ausgräumte Drohnenbrut in ziemlich grosser Menge vor.
Das hatte ich an diesem Stand schon einmal erlebt und das eigenartige ist, dass die Völker es immer gleichzeitig machen. Das dauert ein paar Tage und dann ist es wieder vorbei. Und alle genau zur selben Zeit.
Sie räumen mit Milben infizierte Drohnenbrut in grosser Menge aus.

Nun fiel mir aber auch auf, dass es bei den 4 zargigen MiniPlus Völker nicht zu beobachten war. Jedoch hab ich da vor ein paar Wochen MiniPlusvölker auf Langstroth Halbzargen umlogiert und ihnen dann eine Vollzarge mit Mittelwänden gegeben, die sie gut ausgebaut hatten heute. Und bei diesen umgesetzten Völkern trat dieses Drohnenausräumen schon auf und auch bei vielen anderen grossen Stöcken.

Das ist dem ähnlich was ich vor dem 7jährigen Überlebensvolk vor ein paar Jahren vorfand:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=2579


Ganz wichtig - das hat nichts mit der sogenannten Drohnenschlacht zu tun, die ich bei meinen Stöcken nicht kenne, die aber bei konventionellen Imkern im Sommer auftritt, wo die Bienen die lebenden Drohnen aus dem Stock werfen.
Hier handelt es sich um ausgeräumte, mit Milben infizierte Drohnenbrut:
Die Wichtigkeit der Drohnen oder die wahren Helden im Bienenstock

So und noch etwas sehr interessantes.
Etwa 100m oberhalb hab ich einen anderen Stand, aber mit nur 3 Völkern, aber die sind sehr stark, so stark wie einige Völker an dem Stand, wo die Drohnenbrut ausgeräumt wurde.
Vor diesen 3 Völkern fand ich erstaunlicherweise keine ausgeräumten Drohnen vor!!!!

so sieht das vor dem Flugbrett aus:
Bild
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

Re: na endlich - das lange ersehnte Buch von Dee Lusby

Beitragvon bee » Sa Mai 05, 2018 7:51 pm

jetzt gibt es ein Presseecho im amerikanischen Imkermagazin Bee Culture über das neue Buch von Dee Lusby:
http://www.beeculture.com/product-revie ... V4Y.mailto

Bild

Bee Culture schreibt:
Wenn Sie nicht über Ed und Dee Lusby, über kleinzellige Bienenzucht, über biologische Imkerei und ihre nachhaltigen Imkerei-Techniken wissen, dann haben Sie entweder nicht aufgepasst, oder Sie müssen irgendwo unter einem Felsen gelebt haben.

:aplauso: :ha:

If you don’t know about Ed and Dee Lusby, small cell beekeeping, biological beekeeping and their sustainable beekeeping techniques, then you haven’t been paying attention, or you’ve been living under a rock somewhere.

Although Ed passed several years ago, Dee and her followers have kept up their practices of making small cell foundation, recycling beeswax, natural breeding for resistant bees, and actually, healthier bees that survive without chemical insults and make honey.

The first third of this book is what they have done and how they have done it. The remainder is the supporting current and historical data that convinced them to begin these practices. Dadant, Root and the USDA are cited often in this section. There are a score of articles they have published, and that have been published on their work here also, some of them from Bee Culture over the years. I toured beeyards in Arizona with them some time ago, and have published articles on their story of success using small cell beekeeping.

If you’re not familiar with the small cell story it goes something like this. In their natural state, that is living in the wild, honey bees construct comb with cells about 4.9 mm wide or so. Decades ago, beekeeping companies undertook it to produce bigger bees, using foundation with comb about 5.5 mm or so. These larger bees, it was thought, could fly further, carry more and work harder. It’s not clear that this happened, however. But because they were bigger they had longer tongues and were able to forage on flowers smaller bees could not forage on. At least that’s what the foundation companies said. Little effort was made to return to smaller bees.

This belief continued, basically, until Varroa entered the picture, and the Lusby’s and others looked and decided that a smaller, natural sized cell would accommodate fewer, if any female mites to reproduce more mites. Moreover, these smaller bees emerged sooner than their larger cousins thus reducing further mite reproduction, and thus mite control was simplified.

There is so much more to this than I’ve captured here, and if you are interested you need to relive the history of this movement, the data that supports it and become aware of the people and the biology that led to, and continues to propel small cell beekeeping. — Kim Flottum
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Sa Mai 05, 2018 8:18 pm

Bee Culture schreibt:
Wenn Sie nicht über Ed und Dee Lusby, über kleinzellige Bienenzucht, über biologische Imkerei und ihre nachhaltigen Imkerei-Techniken wissen, dann haben Sie entweder nicht aufgepasst, oder Sie müssen irgendwo unter einem Felsen gelebt haben.

:risa: :risa: :risa:
liebe Grüße
bee

ResistantBees.com
Benutzeravatar
bee
Site Admin
 
Beiträge: 5014
Registriert: So Mär 17, 2013 7:03 pm
Wohnort: La Palma
Gegend wo die Bienen stehen: La Palma
Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
Zahl grosszelliger Völker: 0
Jahre Imkererfahrung: 30

VorherigeNächste

Zurück zu DISKUSSIONSFORUM für alle

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast