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Doktorarbeit von H. Singer über kleine Zellen

Beitragvon bee » Sa Mär 16, 2019 9:51 pm

hier ist die Doktorarbeit von Harald Singer über den Effekt von kleinen Zellenn auf Varroen aus dem Jahr 2017
das sind über 100 Seiten :sorpresa:

Titel der Dissertation /Title of the Doctoral Thesis
„ Breeding Carnolian bees Apis mellifera carnica (Pollmann 1879) (Hymenoptera:
Apidae) on different comb cell sizes and analysing the effect of the
different cell sizes on Varroa Varroa destructor (Anderson & Trueman 2000 )
( Mesostigmata:Varroidae) infestation rates.”


DISSERTATION: Der Einsatz von Mittelwänden mit kleinen Zellen wird auch als Varroa- Gegenwehr
propagiert. In dieser Studie ist diese Problematik gezielt analysiert worden. Die Frage der
Annahme anderer Zellgrößen unterlag in der untersuchten Carnica Singer Population einer
Selektion. Völker auf Waben mit kleineren Zellen (4.9 mm) haben gegenüber Völkern mit
gleicher Abstammung, auf größeren Zellen (5.5 mm), eine geringere
Varroamilbenvermehrungsrate. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Völker auch über die
VSH-Eigenschaft verfügen. Kleine Zellen kombiniert mit der passenden Genetik (Zellgröße
und VSH) kann als Teil eines integrierten Varroabehandlungskonzeptes dienen.


http://resistantbees.com/fotos/blog/Dis ... Zellen.pdf

h_singer_sc.png
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Kurzvorstellung des Stockkartensystem von ResistantBees

Beitragvon bee » Di Mär 19, 2019 8:17 pm

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Elias » Mo Mär 25, 2019 7:40 pm

Hallo Bee

Ich war am Wochenende auf der Buchmesse und konnte da einigen Menschen von den Bienen hier erzählen. Alle Menschen haben mir interessiert zugehört. Ein paar Imker haben ein bischen kritik geäußert aber ich hatte immer gute Gegenargumente parat. Die paar Imker waren dann still und sind gegangen. Es gab aber auch einige Menschen die sich den Link zu meiner Internetseite abfotografiert haben für mehr Informationen und meine Email Adresse haben auch ein paar Leute abfotografiert. Mal sehen ob sich vielleich jemand meldet. Nicht Imkerleute waren sehr interesseirt.

Ich habe den Imkern auch erzählt, dass die Varroa, die größe der Zellen erkennen kann. Doch ein Imker meinte das die Varroa NICHT die größe der Zelle erkennt, sondern die größe der Bienenlarve. Dieser Imker meinte, dass die Varroa die Wärme der Larven erkennt und somit kann sie auch erkennen wie groß eine Larve ist und demzufolge weiß sie dann wie groß die Zelle ist.
Weißt du ob das stimmt? Für mich klingt das sehr Logisch.

Ich habe auf der Messe auch erfahren, dass es sehr viele Imker gibt, die das kleine Zellenmaß auch schon mal ausprobiert haben und dann gesagt haben das würde nicht funktionieren. Ich habe denen dann auch erzählt warum. Die haben dann auch nichts mehr gesagt. :risa:

Liebe Grüße Elias
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Mo Mär 25, 2019 9:03 pm

hallo Elias,

Elias hat geschrieben:Hallo Bee

Ich war am Wochenende auf der Buchmesse und konnte da einigen Menschen von den Bienen hier erzählen. Alle Menschen haben mir interessiert zugehört. Ein paar Imker haben ein bischen kritik geäußert aber ich hatte immer gute Gegenargumente parat. ....


das ist doch SUPER :ha:

Ich habe den Imkern auch erzählt, dass die Varroa, die größe der Zellen erkennen kann. Doch ein Imker meinte das die Varroa NICHT die größe der Zelle erkennt, sondern die größe der Bienenlarve. Dieser Imker meinte, dass die Varroa die Wärme der Larven erkennt und somit kann sie auch erkennen wie groß eine Larve ist und demzufolge weiß sie dann wie groß die Zelle ist.
Weißt du ob das stimmt? Für mich klingt das sehr Logisch.


Nach dem was Dee Lusby uns erklärt stimmt beides nicht.
Das hängt vor allem vom juvenilen Wachstumshormon der Larven ab.
Geh auf diese Seite und suche nach "juvenile hormone":
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1044

Ich habe auf der Messe auch erfahren, dass es sehr viele Imker gibt, die das kleine Zellenmaß auch schon mal ausprobiert haben und dann gesagt haben das würde nicht funktionieren. Ich habe denen dann auch erzählt warum. Die haben dann auch nichts mehr gesagt.


Du musst dir vorstellen, dass es leicht gesagt ist "ich hab das auch schon gemacht" oder "der X..... hat es auch schon probiert und hat nicht geklappt", aber was die wirklich gemacht haben steht in den Sternen. Wenn sogar sogenannte "wissenschaftliche Untersuchungen" zum Thema kleine Zellen absolut falsch angegangen wurden (wahrscheinlich mit Absicht), dann können wir von Imkerkollegen nichts anderes erwarten. Hier zeigt Erik Österlund schön auf was an den besagten "wissenschaftlichen Untersuchungen" falsch gemacht wurde:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1902#dt
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Fr Mär 29, 2019 8:42 pm

guten Abend,

die Königinnenzucht klappt bis jetzt ganz gut. Fast alle angenommen:

koe.jpg
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Schnee im Gebirge

Beitragvon bee » So Mär 31, 2019 8:30 pm

bei uns kommt der Winter wieder sehr spät.
Es hat schön geregnet, zum Glück, denn die Stände weiter im Süden waren schon am stoppen mit der Brut, wegen der Trockenheit.
Gestern hatten wir 19° und die Bienen schwelgten in einem Blütenmeer.

Und im Gebirge oben hat es geschneit:
schnee_roque.jpg


so schaut dasselbe bei Sonne und ohne Schnee aus auf 2300m Höhe:
roque.jpg
liebe Grüße
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Gylphosat » Mo Apr 01, 2019 10:03 am

Hallo.

Ich habe letztes Jahr im November meine Kö tot vor der Beute gefunden.
Ich hatte NICHTS geerntet, aber zusätzlichen Platz angeboten, den die Bienen (4,9er) nicht annahmen.
Inzwischen ist das Volk auch weg. Tote Bienen wurden nicht gefunden (vielleicht 50 im ganzen Winter).
In meiner Nähe (15km entfernt) in einer Stadt mit 70000 Einwohnern wurden vermehrt HONIGPROBEN mit HOHEN GLYPHOSATWERTEN gefunden!
Ich weiß, dass Nachbarn in meinem Standort ALLE mit Round Up um sich sprühen. Als PRIVATLEUTE!
Die Bauern stehen unter GENAUER Beobachtung, wann sie wieviel Round Up sprühen.
Der eigentliche "Feind" sind also die MIO von Privatleuten, denen nicht klar ist, was sie da machen!

Ich möchte meinen Honig (der noch in den Waben ist) auch analysieren lasen auf Glyohosat.
Wahrscheinlich ist das die Antwort.

Was meint Ihr?
LG
Tanja

Wie klein sind jetzt inzwischen die künstlichen Waben, die hier angeboten wurden? Würde gerne darauf einen Neustart machen, evtl. mit Ligustica.
Ab welcher Größe könnte die Milbe eigentlich gar nicht mehr reproduzieren?
Gylphosat
 

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Mo Apr 01, 2019 7:41 pm

hallo Tanja,
Gylphosat hat geschrieben:Wie klein sind jetzt inzwischen die künstlichen Waben, die hier angeboten wurden? Würde gerne darauf einen Neustart machen, evtl. mit Ligustica.
Ab welcher Größe könnte die Milbe eigentlich gar nicht mehr reproduzieren?


4,9mm Zellgröße - das ist genau das Richtige für dich und deine Region.
Die Zellgröße ist abhängig von der geographischen Lage und wird auf dieser Karte schön gezeigt.
Es hängt nicht davon ab wann die Milben sich nicht mehr reproduzieren können, es hängt davon ab in welcher Situation die Biene sich optimal wehren kann. Dazu gehört als eines der wichtigsten Bestandteile die an die Region angepasste Zellgröße.
http://www.resistantbees.com/was.html

zum vergrössern drauf klicken
Bild
liebe Grüße
bee

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Glyphosatan:-) » Fr Apr 05, 2019 12:10 pm

Hallo, Bee!

Vielen Dank fr Deine Antwort.
Klar, Du hast völlig Recht, man sollte die ürsprüngliche Bienengröße berücksichtigen.

Wenn aber die Zellen nur 4,8 betragen WÜRDEN, dann hätte die Milbe ein- für allemal VERLOREN und das flächendeckend, oder?
Und das völlig ohne dass der Mensch eingreifen müsste. Bis auf die Zellgröße.
Die Milben, die da sind, könnten GAR KEINEN Nachwuchs bekommen. Bei 4,9 noch ab und zu.
Nach 6 Monaten Lebensdauer wäre das Problem ERLEDIGT.

Gut, die Bienen wären dann 0,1mm kleiner als früher, hätten aber die Plage Varroa Destructor ÜBERSTANDEN. Die war ja auch nicht natürlich. Weltweit als "Unfall" deklariert, der Pharmaunternehmen MILLIARDEN brachte.
Allenfalls die Drohnen könnten noch befallen werden.

Die Arbeiterinnen wären fein raus.
Oder habe ich was vergessen?
Und jeder könnte das umsetzen: Kunstwaben rein (wie die guten von Dir, wo sie noch Wachs dranbauen), nach einiger Zeit wären sie erlöst.
Reinvasion bräuchte niemand fürchten. Und das ohne Putzen und Ausräumen.
Klar, besser ist sie können das und sind insgesamt resistenter. Aber allen könnte geholfen werden mit diesen Mini-Zellen, oder?


Ist die Idee so schlecht?
Mir kommt sie wie die Lösung vor.

MfG
Tanja
Glyphosatan:-)
 

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Fr Apr 05, 2019 8:18 pm

hallo Tanya,


Glyphosatan:-) hat geschrieben:
Wenn aber die Zellen nur 4,8 betragen WÜRDEN, dann hätte die Milbe ein- für allemal VERLOREN und das flächendeckend, oder?..........

Ist die Idee so schlecht?
Mir kommt sie wie die Lösung vor.


Nein das ist absolut falsch.
Es geht nicht darum welche Zellgröße für die Milben schlecht ist, sondern es geht darum, welche Zellgröße für die Bienen die richtige ist!
Die Milben sind sehr flexibel und können sich anpassen. Es kommt darauf an, dass wir die Bienen wieder auf ihre normale Zellgröße zurückbringen und sie sich dadurch wieder wehren können. Die Abwehr geschieht vor allem dadurch, dass in den Jungmaden sehr wenig juveniles Wachstumshormon vorhanden ist und das wiederum verhindert die Eiablage der Varroaweibchen. Den Rest der Milben putzen die kleinzelligen Bienen dann durch das hygienische Verhalten aus.

Über das Thema juveniles Wachstumshormon (am Ende der Seite):
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1044

und am Ende dieser Seite:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=918

Über das hygienische Verhalten kleinzelliger Bienen:
http://www.resistantbees.com/hyg.html

Dee Lusby:
Dee Lusby hat geschrieben:We believe that this is a comparison of a feral sized, naturally occurring type of honeybee, to an artificially over-sized domesticated European sized honeybee that has received more food and protein, thus more juvenile hormone by being reared on artificial enlarged combs. Therefore, retrogressing/down-sizing would have the impact of reducing juvenile hormone levels; and, food and protein contents of the larvae jelly, all of which are mite attractants in oversized cells.


Wenn wir nun ein zu kleines Zellḿaß für die geographische Lage anwenden, dann werden wir genau das Gegenteil erreichen. Die Biene wird wieder Stress ausgesetzt sein und deswegen wird der Abwehrmechanismus wieder nicht funktionieren.

Deine Idee wurde schon vor mehr als 100 Jahren ausgeführt. Nämlich vor die Zellgröße künstlich vergrößert wurde, haben die Imker sie künstlich verkleinert:

Dee Lusby hat geschrieben: Ich würde sagen, dass die Ära der Probleme um das Jahr 1891 herum begann, mit der Einführung von künstlichen Mittelwänden, mit 920 Zellen pro Quadratdezimeter, was einer Größe zwischen 4,6cm und 4,7cm für 10 Arbeiteinnenzellen entspricht. Dort haben damals die Imker alle diese Zellengröße angenommen. Die damaligen Experten glaubten dass es am Besten wäre, möglichst viele Bienen auf kleinster Wabenfläche zu erhalten. Daraufhin wurde berichtet, dass in ganz Belgien die Zellen immer kleiner wurden und nach ein paar Jahren waren die Bienen in einem miserablen Zustand. (Man kann sagen, dass das damals genau das Gegenteil von dem war, was das heutige Problem ist, nämlich „größer ist besser“).

Um gegen diese äußerst gefährliche Tendenz anzugehen, wurde damals eine Idee geboren mit der Aussicht auf ein glorreiches Ende ( und wir sind heute immer noch davon betroffen). Ein gewisser Professor U. Baudoux, aus Belgien, wollte Bienen mit einer außergewöhnlicher Stärke züchten, die in der Lage waren, ihren Flugradius beim Trachtflug zu vergrößern und den Nektar verschiedenster Blüten zu erreichen, der bis dahin für ihre Zungen unerreichbar war (und wahrscheinlich immer noch ist).

Er experimentierte mit Zellengrößen bis hinauf zu 750 Zellen pro Quadratdezimeter, die er durch straffen der Mittelwände erreichte. Er war von den Erfolgen seiner Arbeit derart inspiriert dass er es immer noch besser machen wollte – ZU DEN GRENZEN DES MÖGLICHEN GEHEN (Hier haben unsere heutigen Probleme mit parasitierenden Milben und ihrer Folgekrankheiten begonnen)

Baudoux experimentierte mit verschiedensten Zellgrößen, vor allem mit 750, 740, 730, 710 und herunter bis 675 Zellen pro Quadratdezimeter. Er hat auch mit verschieden Arten der Zellmessung experimentiert und hat sein eigenes Messsystem dazu entwickelt.

(Unglücklicherweise wurde keine Umrechnungstabelle erstellt auf das Messsystem, das seit über 2000 Jahren angewendet wurde, sodass die Imker die Maße der beiden Systeme hätten anwenden können)


Hier zu lesen:
http://www.resistantbees.com/zelle.html
liebe Grüße
bee

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