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Dee Lusby über Warré Stöcke = Spielzeugstöcke ;-)

Beitragvon bee » Mo Mai 28, 2018 8:16 pm

guten Abend,

das hat gerade Dee Lusby verschickt, in Bezug auf das Buch von David Heaf "Natural Beekeeping with the Warré Hive".

Dee Lusby hat geschrieben:Dies wird von Imkern kopiert, denen eigentlich gelehrt wurde grosse Bienenstöcke für die Produktion zu halten, die 4 bis 5 Zargen umfassten, bis dann die neue Schmetterlings Generation an Bord kam und mit Spielzeugstöcken anfing, deren Bienen dann auf Behandlungen angewiesen waren. Diese schwärmen immer wieder und die Imker schreien um Hilfe, während Unis und USDA Gov (Landwirtschaftsministerien) von Monsanto und Bayer Stipendien bekommen, etc.... das ist traurig und muss unbedingt geändert werden, für den Unterricht eines entsprechenden Imkermanagements, wo die Leute lernen werden ein Bienenvolk richtig aufzubauen und die Waben richtig zu bauen.


prima Dee!!!!
:aplauso: :aplauso: :aplauso:

original
Dee Lusby hat geschrieben:This is copied from beekeepers that used to be taught to keep adult hives for production that were 4 to 5 deep boxes high, until new butterfly generation came on board scamming doing Tonka toy hives, that keeps bees needing treatments. And constantly swarming and beekeepers crying help me, while univ and USDA gov gets Monsanto and Bayer grants, etc......sad and needs to be fixed for teaching proper field mgmt and were A people how to mount and do combs properly.

Dee A Lusby
liebe Grüße
bee

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Andy » Fr Jun 01, 2018 3:04 pm

Hallo!

Danke für Deine Antworten, Bee!

Ich warte noch auf meinen Schwarm von den 4,9ern. Denn eine Kö starb leider zur Unzeit im späten Herbst & dann war finito bei den anderen.

Was mir gestern auffiel und was ich noch NIE gesehen habe:
da waren 3 Bienen, die sich gegenseitig festhielten an einem Flügel! Eine war am Boden (Richtung Flugloch), eine halb in der Luft zur Wabe und darüber eine auf der Wabe.
Die standen da wie Standbild. Die schauten alle nur.
Ich hab dann mit einem kleinen Stöckchen der untersten einen kleinen Schubs gegeben und die Sache war aufgelöst.
Wollten die eine "Diebin" halten?
Meine sind so reich, die könnten ihr noch was dazuschenken.
Ich nehme ja nix weg.
Dafür müssen sie dann bisschen bauen...
Eine andere hat was "Netzartiges" im Maul rausgeschleppt. Tippe af Mottengespinst?
Danke
Gruß
Andy
 

Re: Baukette

Beitragvon bee » Fr Jun 01, 2018 7:02 pm

hallo Andy,
Andy hat geschrieben:Was mir gestern auffiel und was ich noch NIE gesehen habe:
da waren 3 Bienen, die sich gegenseitig festhielten an einem Flügel! Eine war am Boden (Richtung Flugloch), eine halb in der Luft zur Wabe und darüber eine auf der Wabe.
Die standen da wie Standbild. Die schauten alle nur.
Ich hab dann mit einem kleinen Stöckchen der untersten einen kleinen Schubs gegeben und die Sache war aufgelöst.
Wollten die eine "Diebin" halten?


Wenn die Bienen Naturbau machen, dann halten die sich immer so aneinander fest und bilden Girlanden, sogenannte Bauketten.
:wink:
http://www.hobos.eu/de/studenten/lehrma ... ?tx_ttnews

baukette_collette_michel.jpg

Foto:Michel Collette

bauketten.jpg
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Probleme beim ausbauen der kleinen Zellen

Beitragvon bee » Fr Jun 01, 2018 7:40 pm

hier ist jetzt die Haupttrachtzeit vorbei und die Bienen bauen die 4,85mm Mittelwände absolut perfekt aus.
Das muss man ausnützen und die ausgebauten, kleinzelligen Waben als Goldkörner aufbewahren. Da kann man später nicht genug davon haben.
:wink:
Heuer konnte ich wieder absolut bestätigen was Dee Lusby immer wieder sagt.
Ich hatte ein paar Völker, die schon erste Anzeichen von Problemen mit den Varroen zeigten. ALLE hatten schlecht gebaute Waben im Brutnest, das heisst die Zellen im Brutnest waren zu gross und deshalb gingen die Milben nicht nur in die Drohnenbrut, die von ihnen absolut bevorzugt wird, sondern auch in die zu grosse Bienenbrut.
Solche Völker sollte man nach Dee Lusby aussondern und sterben lassen.
Es kann aber auch daran liegen, dass solche Völker wohl die kleinen Zellen ausbauen können, nur dass man als Imker da im falschen Moment die Bienen an den Mittelwänden bauen lies und es nicht bemerkt hat später, dass sie in den schlecht gebauten Waben Brut anlegten.
Da sollte man immer genau wissen was sich in jedem Stock abspielt.

4,85_perfekt.jpg
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Andy » Mo Jun 04, 2018 3:28 pm

Hallo, Bee!

Danke für Deine Antwort. Die wollten also bauen? Ich habe die da nie mehr so gesehen :-), habe ich sie wohl davon abgebracht mit meiner Unwissenheit. Ich dachte echt, die wollen die eine festhalten. Dann fragte ich mich nur "Ok. Und jetzt? Gefängnis? :-) "

Andere Frage:
Wachsmotten. Ja, ich habe Waben (schöne Futterwaben) schlecht gelagert :-((( und jetzt waren da überall Motten dran.
Laut www kann man diese in allen Stadien mit -16Grad für einige Stunden endgültig eliminieren. Habe ich gemacht.
Einige Löcher sind entstanden durch die Viecher. Aber 80-90% intakte Waben.
Es sollte kein Problem sein, diese einem Schwarm zu geben, oder? Von 4,9ern?
Die anderen 4,9er schleppen manchmal auch Gespinste hinaus...

Wie stehst Du zu Motten bzw. Eingreifen?

Dank Dir.
Grüßle
Andy
 

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Di Jun 05, 2018 7:51 pm

hallo Andy,

Andy hat geschrieben:
Die wollten also bauen? Ich habe die da nie mehr so gesehen :-), habe ich sie wohl davon abgebracht mit meiner Unwissenheit. Ich dachte echt, die wollen die eine festhalten. Dann fragte ich mich nur "Ok. Und jetzt? Gefängnis? :-) "

hey Max - relax!!!!
das ist kein Problem das machen die Bienen andauernd.
:wink:


Wie stehst Du zu Motten bzw. Eingreifen?


starke Stöcke haben nie Probleme mit Motten.
Gelagerte Waben am besten in Kälte aufbewahren.
liebe Grüße
bee

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Zentralwabe

Beitragvon bee » Di Jun 05, 2018 8:30 pm

guten Abend,

Andi1990 hat geschrieben:Hallo Happy!
Habe noch ein Frage zu der natürlich Wabenanordnug.
Wenn ich jetzt eine zentralwabe wäre müsste ich, egal welche Richtung ich schau immer ein Y sehen oder?
Finde es komisch das sie immer die äußere Seite schöner bauen.

Freundliche Grüße

Andi


Happy hat geschrieben:ein die bauen das Y nie genau übereinander.
Der bee hat mir das mal sehr gut erklärt wie das mit der Zentralwabe ist, als ich bei dem war. Das soll er doch grad nochmal machen. Denn ich habe das irgendwie wieder verworfen.

Ich habe das machmal auch. Aber das ist bei mir auch oft anderstrum. Jedenfalls bin ich momentan stark zufrieden wie die größtenteils bauen. Ich habe da die letzten Jahre immer geschaut das da im Brutbereich nur gute Waben sind, und das zahlt sich jetzt langsam aus.


Dee sagt dass bei der Mittelwabe die Ypsilons auf beiden Seiten nach unten zeigen und erklärt auch genau warum.
http://resistantbees.com/anordnung.html

Bild

Dee Lusby hat geschrieben:Erklärung der Housel Anordnung

Bei wildlebenden Völkern gibt es eine Zentralwabe, die zuerst gebaut wird, wenn sich der Schwarm an einen Ast gehängt hat. Im Frühling oder zur normalen Schwarmzeit wird diese erste Wabe als Arbeiterbau erstellt (Ausnahmen gibt es nach der Sommersonnenwende oder im Frühherbst, wenn abgeschwärmte Bienen manchmal Drohnen- oder Honigwaben bauen wollen um Platz für den Wintervorrat zu schaffen um dann nach einer bestimmten Menge mit dem Bau von Arbeiterzellen zu beginnen).

Nun ist diese Wabe mit umgedrehten "Y" auf beiden Seiten gebaut worden. Deshalb verwende ich nun " ^I^" um das umgedrehte "Y" auf beiden Seiten der Wabe anzuzeigen. Es wird nur eine einzige solche Wabe pro Volk in dieser Weise gebaut.


Nun ist aber das Problem, dass das geometrisch gar nicht möglich ist, dass auf einer Wabe auf beiden Seiten die Ypsilons nach unten zeigen.
Es ist einfach so, dass die Bienen die Zellen um 60° gedreht bauen, dh die Ypsilons liegen auf der Seite und das sieht dann ganz ähnlich aus als wenn die Ypsilons nach unten zeigen würden, zumindest in Bezug auf die Absicht, die die Bienen mit der ersten Wabe haben:


Dee Lusby hat geschrieben:Das wilde Brutnest hat also seinen Anfang in einer speziell gebauten Wabe für ein Höchstmaß an Produktion von Arbeiterbienen, die wiederum umgehend gebraucht werden, um neue Brut zu pflegen und um Vorräte zu sammeln bevor die Sammlerinnen wegsterben.

Jede weitere Wabe orientiert sich nun an dieser Wabe, um eine dauerhaft maximale Brutaufzucht zu gewährleisten und um anschließend Pollen- und Honigvorräte aufzunehmen wenn sich das Nest weiter ausdehnt.

Die "Y-Struktur" beginnt nun mit dem umgekehrten "Y" dem "^", immer zur ersten, mittleren Wabe hin ausgerichtet. So setzt sich diese Anordnung von schrägen (Rhomben-) Böden, auf denen die Larve ruht fort, um einem Maximum an Flugbienen zu ermöglichen, Nektarvorräte zu sammeln die zum Wabenbau benötigt werden, während gleichzeitig weniger Bienen zur Brutpflege benötigt werden.


und zum weiteren Wabenbau an die Zentralwabe anschliessend schreibt Dee folgendes:
Dee Lusby hat geschrieben:Auf der anderen Seite der Wabe zeigt das "Y" nach oben und hilft dabei ein überstehendes, abgeschrägtes Dach zu formen, das den Bienen hilft, wenn sie einmal genügend Waben gebaut haben, der Brut und den Vorräten Schutz gegen Wind und Wetter zu geben.
Ich schreibe nun “Y” um die Seite der Wabe anzuzeigen die die aufrechten Ypsilons aufweist mit den schrägen Dächern, die immer von der Zentralwabe wegzeigen.
Für den Imker bedeutet dies, daß alle Wabenseiten mit der "^"-Anordnung in einem Volk zur Mitte zeigen sollten und alle Wabenseiten mit der "Y"-Anordnung zu den Seiten zeigen sollten, weg von der gedachten Mittellinie. Ich vermerke ^IY um dies anzuzeigen.

Nun sind die Zellen in der Mitte der Rahmen die kleinsten und sie sind Arbeiterinnenbau. Nur am Rand des Brutnests verändern sich die Zellen in Drohnenbau.

Das kann auf zwei Wegen erreicht werden.......
liebe Grüße
bee

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Faulbrut

Beitragvon Alejandro » Do Jun 07, 2018 6:42 am

bee hat geschrieben:hallo Ralph,
ralph hat geschrieben:wenn ich nochmal auf das thema wabenbauerneuerung zurückkommen darf und du es sagen willst, obwohl es sicher bei vielen imkern einen aufschrei wegen hygiene geben wird, wie alt sind denn die ältesten brutnester bei deinen völkern circa ?


Aber warum denn einen Aufschrei wegen Hygiene?
:verwirrt:
Das was im Bienenstock ist, wird von den Bienen absolut sauber gemacht und alles wird mit Propolis überzogen.

Ich kann da nur mein Experiment mit der Faulbrut vorbringen.
Hier wurde vor Kurzem die Faulbrut eingeführt.
Ich infizierte kleinzellige Völker von mir absichtlich mit fremden Faulbrutwaben an einem Stand im Süden, an dem es in der Nähe grosszellige Faulbrutstände gab. Ich gab ihnen jeweils eine Brutwabe mit verfaulter Brut. Sie putzten das aus und nach einem Monat kontrollierte ich - keine Faulbrut mehr zu sehen. Dann nach ein paar Monaten dasselbe und nach einem Jahr war ebenfalls nichts von Faulbrut zu sehen. Meine kleinzelligen Bienen steckten das einfach weg und die Krankheit trat bei ihnen nicht auf.
Und das hängt ganz klar mit den kleinen Zellen zusammen. Dadurch putzen die Bienen alles viel gründlicher, weil viel mehr Bienen für die vorhandene Arbeit da sind als bei grosszelligen Bienen.

Doch da die Lebensdauer der kleinzelligen Biene erheblich länger (8-12 Wochen) ist als die der großzelligen, haben wir viel mehr Bienen für dieselbe Anzahl von Arbeiten verfügbar.
Und stellen wir uns mal vor, was die alles tun müssen, Brut füttern, Zellen säubern, alles mit Propolis schellackieren, Honig trocknen, ventilieren, Nektar, Wasser, Pollen holen, Eingang bewachen etc etc.
Das heißt, dass bei den kleinzelligen Bienen viel früher damit begonnen wird, die Varroa aus den befallenen Zellen zu entfernen. Und das stimmt vollkommen mit unseren Erfahrungen überein. Wenn wir kleinzellige und großzellige Stöcke, die dieselben Mütter haben, betrachten, sehen wir in den ersteren die kahlköpfige Brut und in den letzteren keine. Das kommt erst dann, wenn es schon zu spät ist.


Ed&Dee Lusby betonen immer wieder, dass kleinzellge Bienen sich gegen alle Krankheiten wehren können, wenn sie in ihrem System geführt werden.

Also kann ich davon ausgehen, dass es in meinen kleinzelligen Stöcken zumindest etwas, wenn nicht sogar viel sauberer ist als in grosszelligen Stöcken.

:wink:

Wie gesagt sind mir die alten Waben am liebsten und die Bienen meinen dasselbe wie es scheint. Die können viele Jahre drin bleiben, denn bei den kleinen Zellen werden die Bruthäute auch ausgeputzt, im Gegensatz zu den grosszelligen Waben.
:gracias:



Hallo Bee
Gestern haben wir von einem Veterinär gelernt, dass amerikanische Faulbrut ganz einfach durch umsetzen der Bienen in einen neuen Bienenkorb mit nicht ausgebauten Waben und ohne Futter wieder heilbar sind!?
Kann das richtig sein?
Ich kenne dieses Vorgehen nur bei europäischer Faulbrut.
Heißt es nicht, dass wenn amerikanische Faulbrut auftaucht die Bienen und das Material komplett vernichtet werden müssen?

Lieben Gruß
Alejandro
 
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Re: Faulbrut

Beitragvon bee » Do Jun 07, 2018 7:18 pm

hallo Alejandro,

Alejandro hat geschrieben:Gestern haben wir von einem Veterinär gelernt, dass amerikanische Faulbrut ganz einfach durch umsetzen der Bienen in einen neuen Bienenkorb mit nicht ausgebauten Waben und ohne Futter wieder heilbar sind!?
Kann das richtig sein?
Ich kenne dieses Vorgehen nur bei europäischer Faulbrut.
Heißt es nicht, dass wenn amerikanische Faulbrut auftaucht die Bienen und das Material komplett vernichtet werden müssen?


Ja das Vernichten ist die offizielle Vorgangsweise in Deutschland, soweit ich das weiss, mit Sperrzonen rund um die infizierten Völker.
Aber zum Beispiel in Holland wird die amerikanische Faulbrut viel gelassener angegangen und das Auftreten der amerikanischen Faulbrut ist deswegen nicht weniger in Deutschland, obwohl das angrenzende Länder sind.

Was dein Veterinär sagt hat schon was richtiges, denn ALLES was durch den Magen der Biene geht, wird von den Faulbrutsporen befreit. Nur die grosszelligen Völker sind viel anfälliger auf Neuinfizierung als die kleinzelligen.

Nun haben wir aber bei den kleinzelligen Bienen eine komplett andere Situation.
ich hab das ja schon beschrieben wie du auch zitiert hast:
bee hat geschrieben:Ich kann da nur mein Experiment mit der Faulbrut vorbringen.
Hier wurde vor Kurzem die Faulbrut eingeführt.
Ich infizierte kleinzellige Völker von mir absichtlich mit fremden Faulbrutwaben an einem Stand im Süden, an dem es in der Nähe grosszellige Faulbrutstände gab. Ich gab ihnen jeweils eine Brutwabe mit verfaulter Brut. Sie putzten das aus und nach einem Monat kontrollierte ich - keine Faulbrut mehr zu sehen. Dann nach ein paar Monaten dasselbe und nach einem Jahr war ebenfalls nichts von Faulbrut zu sehen. Meine kleinzelligen Bienen steckten das einfach weg und die Krankheit trat bei ihnen nicht auf.
Und das hängt ganz klar mit den kleinen Zellen zusammen. Dadurch putzen die Bienen alles viel gründlicher, weil viel mehr Bienen für die vorhandene Arbeit da sind als bei grosszelligen Bienen.


Wie gesagt das ist eine Frage der Hygiene und die kleinzelligen Bienen putzen den Stock viel besser und lackieren alles viel besser mit Propolis als die grosszelligen Bienen.

Dee Lusby sagt dass man eine Brutwabe mit mehr als 5 infizierten Zellen entfernen sollte. Bei ihr tritt die amerikanische Faulbrut in weniger als 2% der Völker auf.
Seit meinem Test habe ich nichts mehr von der Krankheit in meinen Völkern finden können.
:wink:
liebe Grüße
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Alejandro » So Jun 10, 2018 8:59 pm

Hallo Bee
...auch habe ich in dem Kurs gelernt, dass man das hygienische Verhalten der Bienen leicht prüfen kann.
Man nimmt ein Stück verdeckelte Brutwabe aus einer Wabe (kreisrunder Schnitt) und legt dieses ins Gefrierfach, dann bringt man diesen Kreis wieder
an und beobachtet, ob sie alle toten Larven raus holen.
Was hältst du davon ?

Lieben Gruß
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