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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Glyphosatan:-) » Sa Apr 06, 2019 9:46 am

Hallo, Bee!

Tausend Dank für die Links und Deine Antwort.

Klar ist der 4,9er Ansatz ganzheitlich und langfristig und natürlicher. Hätten wir alle viel Zeit und den Bienen ginge es gut...

Du hattest mal eine wunderschöne Tabelle mit der Brutdauer bei unterschiedlichen Größen.
Ich finde die nicht mehr. Ich habe nur gefunden, dass die Dauer von 21 auf 20 Tage reduziert wurde.
Mit 0,1mm weniger wäre das noch kürzer.
Mich würde interessieren, ob dann physikalisch gesehen noch Milbenvermehrung möglich ist.
Denn es würde ja reichen, eine Generation völlig zu zerstören. Das versuchen ja die normalen Imker mit Behandlungen.
Bei einer Generation dürfte sich die Milbe nicht so schnell anpassen können. Was soll sie machen? Die Zeit reicht nicht mehr zur Vermehrung.
Nach 2-3 Monaten ist sie tot. Oder?
Ich würde die kleineren Zellen als "Noteinsatz" sehen. Kurzfristig und überraschend vor allem bei Großzellern. Von 5,4 auf 4,8 und die Milbe rotiert. Den Rest können die Bienen in Ruhe machen. Man könnte die Plastikwaben ja wieder entnehmen nach 1 Jahr. Dann auf 4,9 gehen oder Naturbau wie sie wollen. Dann sollten aber die Milben auf null sein.
Besser als Behandlung mit Oxalsäure etc. wäre es doch sicher?
Und man setzt nur an der Physik an.
Hormone und Putzverhalten nicht mitberechnet.
Einen kleinen Raum beheizen geht schneller als einen großen. Das kann jeder Imker nachvollziehen. Und die Zeit reicht der Milbe nicht mehr. Wer soll da widersprechen?
Nur könntest Du evtl. 4,8er aus Plastik herstellen? Mit 3D Drucker oder so? Sind die 4,9er aktuell erhältlich?
Hast Du mal getestet, welche Zellen Deine Bienen am liebsten zum Brüten ausbauen? 4,9 , 4,8 oder 5,1 oder 5,4?
Dankeschön.
LG

Was Lustiges: :-)
https://www.bienenjournal.de/fachberich ... e-wirkung/
Glyphosatan:-)
 

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Sa Apr 06, 2019 7:18 pm

hallo Tanya,

Glyphosatan:-) hat geschrieben:Mich würde interessieren, ob dann physikalisch gesehen noch Milbenvermehrung möglich ist.
Denn es würde ja reichen, eine Generation völlig zu zerstören. Das versuchen ja die normalen Imker mit Behandlungen.


Ich kann es nur immer wieder wiederholen - du liegst da falsch - die Milben können sich trotzdem reproduzieren.

Nur könntest Du evtl. 4,8er aus Plastik herstellen? Mit 3D Drucker oder so? Sind die 4,9er aktuell erhältlich?


Ja aber das Problem wäre dass man bei 4,8mm eine voll ausgebaute Kunstwabe bräuchte, denn mit einer Kunstwabe wie die, die ich anbiete, werden die grosszelligen Bienen extreme Probleme beim guten Ausbau haben. Das müsste sowas wie die HSC sein (HoneySuperCell). Aber das kann man nicht 3D drucken. So eine Vorlage für den Spritzdruck würde ca 30.000€ kosten.

Hast Du mal getestet, welche Zellen Deine Bienen am liebsten zum Brüten ausbauen? 4,9 , 4,8 oder 5,1 oder 5,4?


meine dunklen Bienen sind seit Jahren auf 4,86 eingefahren.




Ich finde das überhaupt nicht lustig.
Das ist absichtliche Falschinformation von Jennifer Berry.
Unser Freund Erik Österlund aus Schweden hat sich die enorme Arbeit gemacht und hat genau untersucht, wie die Ansätze der negativ ausfallenden Test zu kleinen Zellen sich zu den positiv ausfallenden unterscheiden.
Da kommen genau diese 2 hier erwähnten Tests zur Sprache:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1902#dt

Was mich erstaunt ist folgende Angabe zum Test in Neuseeland:
Sie verwendeten fünf verschiedene Mittelwände mit Zellgrößen von 4,7 bis 5,4 mm. Diese Mittelwände ließen sie in den Honigräumen ausbauen, anschließend schnitten sie 50 x 80 mm große Stücke heraus und setzten diese in ausgebaute Waben mit der Standardzellgröße von 5,4 mm ein. Jeweils zwei solcher Waben wurden in Ableger gegeben.



das ist ein Foto solcher Testwaben aus Neuseeland (im Artikel von Erik zu sehen):
Bild

Wie soll es bitte möglich sein, dass grosszellige Bienen im Honigraum 4,7mm Mittelwände ausbauen - absolut unmöglich!!!!! Und 4,9mm ist auch unmöglich - Das können hier alle Kollegen bestätigen -
Das heisst dieser Bericht muss gefaked sein.

Dann zu Jennifer Berry, die in dem von dir geposteten Artikel zitiert wird -
Hier kann man sehen wie extrem eigenartig sie den Test durchführte:
The second CCP-paper is one of her own, Berry, Owens & Delaplane, Apidologie (2009)(Ref19). She began the test with bees from a beekeeper successfully keeping bees on 4.9 mm cell size without using treatments. That is note-worthy. But she mixed them with LC-bees and made packages. She kept the test (SC) and control colonies (LC) in the same yard. The resulting mite populations were too small to show any differences in ending mite population sizes. Compare with the first year result presented in a small cell size test by Prof Fries in Sweden (se graph).

Her goal was though not to measure ending mite population sizes but reproduction rate, which she meant was enough with the short time used. For this decision she leaned on only one paper saying a duration of 10 weeks was enough for this (Ref 20). A onetime test should be repeated to give better assurance of the result. This paper does not take in consideration that eventual VSH trait may not start to work until a kind of threshold level is reached. Interesting that this paper is authored by Harbo, who meritoriously bred VSH-bees (first called SMR-bees).

The number of failing colonies in her test is striking. How come? The first batch of 10 + 10 colonies set up in August 2006 should have been enough. But already in October there were only 3 + 4 left. Something went wrong, maybe with the introduction of the queens. So another 10 + 10 colonies were started in March 2007. In June 2007 these two batches were ended. Why not let them continue? Next April in 2008 a third batch of 10 + 10 colonies was set up and run till August 2008. And these are called three separate tests, but done the same way. All figures were pooled except the end populations of bees. Why? The tests were not done the same way. The first one lasted six months. The second began with foundation instead of drawn combs and lasted three months. The third began with drawn comb like the first and lasted four months. Were they replicates of each other?


Seht ihr wie chaotisch Jennifer Berry vorgegangen ist?

Erik Österlund schlägt da ein anderes Vorgehen vor, welches den positive ausfallenden Testdesigns ähnlich ist:
Alternative test design:

The results of the NZ and Davidsson tests, creates the need for finding out if these differing conditions compared to the Brazilian, have significance for the differing results. To find out that we need a test which use 2 apiaries separated by a distance of about 3 km. One apiary having only bees adapted since maybe 5 years on small cells supplied with pieces of combs according to the test set up. With no LC bees within 3 km. The other test apiary having only LC bees set up the same way. The queens must likewise belong to a stock of adapted SC and LC bees respectively. To overcome the disadvantage of differing genetics in the two apiaries the number of hives in each apiary should be more. Maybe 2-3 of each and no sisters. Residue free wax for the foundation in the combs should be used (or plastic foundation). High fructose corn syrup or pollen substitutes should not be used if feeding is necessary.


Dem ganzen steht eine jüngere wissenschaftliche Untersuchung entgegen, die zu ganz anderen Ergebnissen gekommen ist:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3600

und die resistenten Bienen im amerikanischen Arnot Wald sind viel kleiner als normale Bienen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3561

und hier eine Zusammenfassung der Beweise dass die Bienenzellen künstlich vergrößert wurden:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3449
liebe Grüße
bee

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Glyphosatan:-) » So Apr 07, 2019 9:58 am

Hallo, Bee!

Danke. Danka. Danke.
Interessante Links.
Und logisch ist das nicht lustig, wenn solche gezielte Desinformation/Diffamierung/Verblödung betrieben wird.
Nur ich fand das sooo offensichtlich. Ich musste lachen. :-)

Die Apis Cerana hat Zellgröße 4,8. Sie hat die Varroa im Griff. Gut, sie hat andere Hormone.
Und Du hast Recht: Die Milbe braucht nur 6-7 Tage, um erwachsen zu werden.
So stark kann man die Verdeckelungszeit wohl nie verkürzen.
Da wären die Bienen dann 3,5mm oder so :-)

Es gibt natürliche Gerüche, die die Milbe irritieren/töten. In gaaaaanz geringer Dosis.
Mir kam da die Idde, diese Sachen mit in die MWs einzugießen. Vielleicht reicht die geringste Dosis aus, die ungeladenen Gäste zu killen, während die Bienenlarve nichts davon merkt. Ist die Zelle wieder offen verringert sich der Geruch. Sobald sie es merken würde, fertig ist, geht sie aus der Zelle raus.
Lavendel, Thymian...Bienen fliegen regelrecht auf diese Pflanzen. Die Milben absolut nicht.

Ich weiß, was Du antworten wirst :-)

Mit 5G demnächst erledigt sich das Milbenproblem ohnehin. Weil das die Bienen weltweit nicht überleben werden. In Holland fielen tote Vögel vom Himmel deshalb. HUNDERTE!
Viel schlimmer als Milben sind (manche) MENSCHEN.

https://www.youtube.com/watch?v=S-NiZqNzerg
LG
Tanja
Glyphosatan:-)
 

apis cerana - apis mellifera

Beitragvon bee » So Apr 07, 2019 8:20 pm

hallo Tanja,

Glyphosatan:-) hat geschrieben:
Die Apis Cerana hat Zellgröße 4,8.


Die apis cerana baut auch viel kleinere Zellen - 3,6!!!!! bis 4,9mm
hier nachzulesen: https://www.mdpi.com/2075-4450/4/4/558/pdf

Da geht es um den Vergleich von apis mellifera und apis cerana in Südostasien, wie zB Indonesien. Eine australische Untersuchung, denn im Norden von Australien gibt es die apis cerana und die wird dort als riesiger Überltäter angesehen (welche Borniertheit) und sie rotten sie aus wo sie können. Ich weiß von Inseln nördlich von Australien wo apis cerana und apis mellifera zusammenleben ohne Behandlungen. Sie sind resistent. Das müssten die Australier in ihrem Wahn einmal genauer untersuchen wie die apis mellifera dort überleben.

In dem Bericht wird geschrieben:
apis cerana:
A. cerana cells are of two sizes: smaller worker cells (diameter of 3.6±4.9 mm, depth of 1.01 mm;
Tingek, 1996 in [1,42,45,46]) and larger drone cells (diameter of 4.7±5.3 mm; [1,42,46]). In
comparison,

übersetzt: A. cerana-Zellen haben zwei Größen: kleinere Arbeiterzellen (Durchmesser 3,6- - 4,9 mm, Tiefe 1,01 mm);
Tingek, 1996 in [1,42,45,46]) und größeren Drohnen (Durchmesser von 4,7 - 5,3 mm; [1,42,46]).

Und man höre und staune apis mellifera:
A. mellifera worker cell sizes were approximately 4.9 mm average [64]

übersetzt: Die Arbeiterzellgrößen von A. mellifera lagen im Durchschnitt bei etwa 4,9 mm

Und von wem sind diese Informationen über die Zellgröße der apis mellifera in Südostasien?
Man kommt aus dem staunen nicht heraus. Das ist von Jennifer Berry, genau die sogenannte Wissenschftlerin die sagt, dass die Zellgröße keinen Einfluss auf die Varroaresistenz hat:
64. Berry, J.A.; Delaplane, K.S. Effects of comb age on honey bee colony growth and brood
survivorship. J. Apic Res. 2001, 40, 3±8.


Da ist nun die Frage erneut: macht das Jeniffer Berry absichtlich dass sie solche Falschinformationen verbreitet?
Denn sie selbst berichtet von resistenten apis mellifera Völkern in Südostasien die IM DURCHSCHNITT 4,9mm Zellgröße bauen - das heisśt auch wesentlich kleiner im Brutnest!!!!

Sie hat die Varroa im Griff. Gut, sie hat andere Hormone.
Und Du hast Recht: Die Milbe braucht nur 6-7 Tage, um erwachsen zu werden.
So stark kann man die Verdeckelungszeit wohl nie verkürzen.
Da wären die Bienen dann 3,5mm oder so :-)


ja sind sie fast - 3,6 bis 4,9mm
liebe Grüße
bee

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kleine Zellen in Peru

Beitragvon bee » Fr Apr 12, 2019 7:26 pm

Felis Jimenez Ventocilla aus Peru zeigt uns seine Wachsrollmaschine mit 4.9mm Zellgröße und die Erklärung, wie nützlich diese ist.
Alles was benötigt wird und warum diese Art von kleinen Zellen verwendet wird.

https://www.youtube.com/watch?v=oSMxkNeYLZk
liebe Grüße
bee

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon d2dum » Di Apr 16, 2019 12:21 pm

Schon genial gemacht das ganze.

Liebe Grüße Bernd
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Mi Apr 17, 2019 8:27 pm

d2dum hat geschrieben:Schon genial gemacht das ganze.


ja da hast du Recht. Das mit der Trommel die in flüssiges Wachs eintaucht ist genial
liebe Grüße
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